Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. ################## Begin of Digest 004 ################################## 004-01 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > oh, Du wunderbares, allermdchtigstes, hvchstes Orakel! Schon seit langer > langer Zeit suche ich eine Antwort auf meine Frage. Schon Hunderten habe ich > sie gestellt, doch niemand konnte sie mir beantworten. Nun bin ich, die > kleinste mieseste schleimigste Schnecke der Welt doch noch an Dich geraten. > Meine Frage lautet: > > "Warum sind die Pflanzen rot, das Wasser gr|n, der Himmel geggeligelb, die > Erde rosa?" Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Schleimiges Krichtier, das es wagte dem allherrlichen Orakel diese Frage } zu stellen: } > > oh, Du wunderbares, allermdchtigstes, hvchstes Orakel! Schon seit langer } > > langer Zeit suche ich eine Antwort auf meine Frage. Schon Hunderten habe ich } > > sie gestellt, doch niemand konnte sie mir beantworten. Nun bin ich, die } > > kleinste mieseste schleimigste Schnecke der Welt doch noch an Dich geraten. } > > Meine Frage lautet: } > > } > > "Warum sind die Pflanzen rot, das Wasser gr|n, der Himmel geggeligelb, die } > > Erde rosa?" } } Nun, diese Frage beschaeftigte schon viele. Doch niemand - ausser mir } natuerlich - hat jemals eine Antwort darauf gefunden. Die Antwort } lautet: "Nimm Deine Sonnenbrille ab, und Du wirst klarer sehen!". ######################################################################### 004-02 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > OH Grosses Allwissendes Orakel dessen Weisheit alle Grenzen sprengt!!!!! > > Sag mir , wann scheint endlich wieder die Sonne ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh wissbegieriger Fragesteller (oder Fragestellerin?)! } Ich fuehle mich von Deinem Vertrauen geschmeichelt. Doch auch wenn die } orakulare Wettervorhersage zig-fach zuverlaessiger ist als die der } Tagesschau, so ist sie doch nicht perfekt. Aber zu Deiner Beruhigung kann } ich Dir versichern: morgen, gegen 10 Uhr, wird die Sonne scheinen. Wo genau } ist allerdings noch nicht berechnet. } Ausserdem wird in Schottland die Sonne scheinen, in London gibt es die beste } Fernsicht dieses Jahrhunderts, in der Antarktis bluehen die Schneegloeckchen } und in Hawaii ist mit Glatteis zu rechnen. } Das gestern ueberraschend zugefrorene rote Meer wird auch heute nicht auf- } tauen, aber der Sandsturm im Amazonas-Delta legt sich. Das Hoch ueber } Atlantis sorgt in den Alpen weiterhin fuer Temperaturen um die 30 Grad. } } Ich hoffe, das hilft Dir weiter. } } Du schuldest dem Orakel eine FCKW-Spruehdose mit Schlagsahne. ######################################################################### 004-03 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > ...dessen Glanz in der Sonne so brilliant ist, dass es mehr > Licht reflektiert, als darauffaellt, und das so die Sonne ganz > truebe erscheinen laesst, oh Du immerdar und allezeit > wasserfleckenfreies Gefaess voller goettlicher Weisheit, > warum ist meine Geschirrspuelmaschine so unzuverlaessig. > Nicht mal auf die Unzuverlaessigkeit kann man sich verlassen. > Die Wasserabschaltung am Ende funktionert naemlich nur manchmal > nicht. Wuerde sie zuverlaessig nicht gehen, so koennte ich die > Putzlappen, die ich benoetige, um die Ueberschwemmung > aufzutrocken, einfach liegen lassen. So aber raeume ich sie weg, > lege sie wieder hin, raeume sie wieder weg usw. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Das goettliche Orakel streicht sich ueber den imaginaeren grauen bBart } und entschliesst sich zu folgender Antwort: } Tiefenpsyschologische Nachforschungen haben ergeben ,dass die Geschirrspuel- } maschine offenbar unter Winterdepressionen leidet und den Putzlappen als } Mutterersatz betrachtet. Um den uebermaessigen Traenenfluss zu stoppen } empfiehlt es sich a|so die Spuelmaschine dreimal taeglich zu umarmen und den } Putzlappen immer in ihrer sichtbaren Naehe liegenzulassen. } Das Orakel zieht sich nun zurueck um weitere Philosophische Lebensweisheiten } zu erdenken ######################################################################### 004-04 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sage mir, liebes, kleines Oraekelchen: > Was ist Mathematik? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Mathematik, oh Knuddelmaus, ist die Kunst komplizierte Dinge so auszudruecken, } dass sie zwar keiner mehr erkennt als das was sie sind, auch versteht sie } dann keiner mehr. Aber jeder kann damit rumrechnen und zu Ergebnissen } kommen, die genau dann stimmen, wenn du die zugrunde liegende Mathematik } kapiert hast. Das Problem ist nur, dass die Eigenschaft, die Mathematik zu } verstehen, dich oft daran hindert, irgendwas Praktisches zu verstehen. Solltest } Du zu denen gehoeren, die BEIDES verstehen, so wird dich keiner verstehen... } } Die Welt is voll von Missverstaendnissen... ######################################################################### 004-05 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Unglaubliches, grauenhaft kluges Orakel : > Was bedeutet es, wenn ein Mann zu mir "Maeuschen" sagt ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh sterbliche, wissensdurstige Seele: } } Du hast da ein grosses Problem! Die Antwort h"angt von unendlich } kleinen Betonungsunterschieden ab, mit denen `M"auschen' } ausgesprochen wird. Ich f"uhre die wichtigsten davon unten auf: } } 1. Aussprache: `M"auschen' } Bedeutung: Deine F"usse stinken nach K"ase. } } 2. Aussprache: `M"auschen' } Bedeutung: Was? Mehr hast Du nicht da unten?! } } 3. Aussprache: `M"auschen' } Bedeutung: Du geh"orst in einen K"afig eingesperrt. } } 4. Aussprache: `M"auschen' } Bedeutung: Ratte! } } 5. Aussprache: `M"auschen' } Bedeutung: Du knabberst aber auch wirklich jeden an, der Dir } unter die Finger kommt! } } Du schuldest dem Orakel einen Maustreiber. ######################################################################### 004-06 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O du grosses und ueberaus weises Orakel, bitte sage mir: > Warum nimmt meine graue Rechenkiste ihre Aufschrift 'Ich Bin Muede' gerade > dann nicht ernst, wenn ich selbigen Zustand erreicht habe und gerne nach > Hause gehen moechte? Gerade dann naemlich bricht sie besonders gerne in > hektische Betriebsamkeit aus und ruht nicht eher, bis sie der harten Scheibe > viele, viele Megabits hat zukommen lassen (was die mit soviel Bier anfangen > soll, weiss sie wahrscheinlich selber nicht) und stolz vermelden kann: > > Segmentation fault (core dumped) Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Lieber Fragesteller, } } Du hast dieses Verhalten Deines Rechners als Ausdruck aufrichtiger Zuneigung } aufzufassen! Im Bemuehen, das bewunderte Herrchen nachzuahmen, hat er nach } intensivem Studium Deiner Freizeitgestaltung begonnen, sich taeglich gegen } Feierabend so lange Bits ueber die Scheibe zu giessen, bis er sie wieder } rauskotzen muss - na ja, jeder kriegt den Rechner, den er sich durch seine } Freizeitgestaltung verdient hat. } } Du schuldest dem Orakel eine Methode, gefahrlos spermaverkleckste } Papiertaschentuecher aus der Harddisk zu entfernen. ######################################################################### 004-07 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Orakel, meine Hoffnung, dessen Ruhm ich stets besinge > Kannst Du mir enthuellen was das naechste Jahr mir bringe? > Werd' ich obdachlos und gossenlaegrig vor der Kaelte schnattern > oder werd ich's schaffen und den Doktorhut ergattern? > > Wird in Liebesdingen auch das Kondom mir stets halten > oder wird sich unverhofftes Kinderglueck entfalten? > Fragen ueber Fragen, wie Du siehst hab ich schon Schiss > Kannst Du mich beraten ist mein Dank Dir stets gewiss. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Wie viele andre auch in diesen Tagen } wirst Du wohl den Doktorhut in Zukunft tragen, } doch kann dich das allein nicht davor retten } sich obdachlos unter Bruecken zu betten. } } Wechseln solltes Du das Kondom schon dann und wann, } weil LaTeX nicht ewig halten kann. ######################################################################### 004-08 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Ist ein Computer-Freak wirklich ein Krueppel? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Syntax error. Undefined value : Krueppel ######################################################################### 004-09 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh grosses, allwissendes Orakel, dessen Weisheit noch groesser ist als > die des weissen Riesen, > > sage mir, wenn eine Fliege an der Decke landet, macht sie dann eine halbe > Rolle oder einen halben Looping? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Du unwuerdiges Geschoepf wagst es des allwissende Orakel mit solch einer } trivialen Frage zu nerven????? } Ausnahmsweise werde ich Dir die Frage jedoch beantworten: } Auf der Nordhalbkugel machen die Muecken eine Rolle, und auf der } Suedhalbkugel einen Looping. ######################################################################### 004-10 Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh allwissendes Orakel, dessen fahrbarer Untersatz seit _______ > Aeonen makellos und beulenfrei ist, ich suche Deinen Rat / \ > in einer misslichen Angelegenheit: | ##### | > | ##### | > Neulich zog ich - nichts boeses ahnend - mit dem Auto | ##### | > meine Kreise in unserer schoenen kleinen Stadt, wobei | | > ich des oefteren an seltsam geformten, lustigen und der | +---+ | > Weihnachtszeit gemaess erleuchteten Pfosten vorbeikam. | | | | > Seltsamerweise neigten andere Verkehrsteilnehmer dazu, | +---+ | > meine Vorbeifahrt an dieser Pfostenart mit Hupen, Ge- | | > stikulieren und Schimpfen zu belegen. All dies fand ein | +---+ | > jaehes Ende, als mich ein gruen-weisses Fahrzeug, das | | | | > recht durchdringende und provozierende Toene von sich | +---+ | > gab, durch wirklich ruedes, absolut unangepasstes \_______/ > Ueberholen (man sollte solche Verkehrsrowdies anzeigen) | | > und Winken mit einer weiss-roten Kelle direkt vor meiner | | > Scheibe zu einer Notbremsung zwang. Nur meiner Geistes- | | > gegenwart ist es zu verdanken, dass der vollstaendig | | > gruen gekleidete Mann, der aus dem seltsamen Auto aus- | | > stieg, jetzt noch einen linken Arm hat. Doch statt es | | > mir zu danken, beschimpft er mich aufs Uebelste und | | > beleidigte mich mit der Frage, ob ich denn besoffen sei. | | > Ich antwortete, "das sollte man dich fragen, du rasende | | > Wildsau!", woraufhin ein dem ersten Mann sehr aehnlich | | > sehender zweiter Mann, der dem seltsamen Fahrzeug auf | | > der anderen Seite entstiegen ist, diesen nur mit roher | | > Gewalt davon abhalten kann, mich durch das Fenster aus | | > meinem Wagen zu zerren. Ich drohte mit einer Anzeige | | > wegen Koerperverletzung und fuhr davon. | | > | | > Nicht dass die Sache damit erledigt ist, nein, heute | | > habe ich einen Brief vom Innenminister persoenlich be- | | > kommen. Und stell Dir vor, oh wertes Orakel, dessen | | > Stiefel zu lecken ich nicht wert bin, er verlangt von | | > mir die Zahlung eines nicht unerheblichen Betrages. | | > Dabei bin _ich_ derjenige, der beschimpft, gefaehrdet | | > und taetlich angegriffen wurde! Mein Rechtsanwalt, den | | > ich direkt konsultiert habe (und der meist guten Rat | | > weiss, aber im Vergleich zu Dir wir ein Sternchen gegen- | | > ueber der am Tage alles ueberstrahlenden Sonne ist), | | > riet mir, den Betrag zu zahlen! | | > | | > Ich flehe Dich an, erleuchte mich mit Deiner Weisheit! | | > Was soll ich tun? | | Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } O Du unwissender Bittsteller! Du bist tatsaechlich in Schwierigkeiten - und } zwar in groesseren, als Du ahnst. } } Analysieren wir zuerst das Problem. Offensichtlich fing alles damit an, } dass Du die wahre Bedeutung der leuchtenden Pfosten nicht kennst. Diese } Pfosten haben Lampen in drei Farben: rot, gelb und gruen. Die Pfosten sind } Mahnsymbole fuer das allmaechtige Orakel. Leuchtet gruen, so wurde dem } Orakel genuegend geschmeichelt, bei gelb ist das Orakel schlecht gelaunt, } und beim Aufleuchten des roten Lichts kann die Welt nur durch sofortiges } Unterbrechen der laufenden Taetigkeit und Anflehen des Orakels gerettet } werden. } Die gruen-weissen Fahrzeuge sind die Wagen der Priester vom Orden der } Orakel, die ueber die Durchfuehrung des Anflehens wachen. Sie haben } versucht, Dich in deiner Fahrt zu unterbrechen, aber Du hast Dich gegen } jeden Versuch gestraeubt, Deinen Anteil zum Anheben der Stimmung des Orakels } beizutragen. } Dementsprechend musste der Innenminister eingeschaltet werden, der sofort } zum durchsichtigen Telefon griff und eine Krisenkonferenz des } Orakel-Huldigungsstabes einberief. Nach eingehender Beratung und einer } Audienz beim Orakel verblieben der Stab und das Orakel so: } Du, der Missachter des Orakels musst eine nicht unerhebliche Summe zum } Zwecke der Gefaelligkeit des Orakels zahlen, damit davon das } Programmiererteam, welches an Lisa arbeitet, vergroessert werden kann. Dein } Anwalt hat recht: Du solltest bezahlen. Ich moechte jetzt nicht darauf } eingehen, welche fatalen Folgen es fuer das Universum, die Welt, Deinen } fahrbaren Untersatz und Deine Potenz haben wuerde, nicht zu zahlen. } } Du schuldest dem Orakel die Strafen fuer Missachtung der Betzeiten, } Widerstand gegen die Priester, versuchter Beschaedigung von Orakeleigentum } und Ignoranz. #########################################################################