Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. ##################### Begin of Digest 007 ############################### 007-01 Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O okkultes Orakel, welches zum Fruehstueck mehr Huehner geopfert bekommt als > ein Sterblicher wie ich in seinem Leben je verspeisen koennte, ich habe eine > Frage an Dich. Hoere folgende Geschichte: > > Ich lebe in meiner Wohnung in einer mittleren Stadt. Alleine mit meinen > Katzen. Besuch kommt selten, und vor Zeugen Jehovas, Vertretern und > Teppichverkaeufern blieb ich bisher verschont. Bis letzte Woche jedenfalls. > Ein Klingeln an meiner Haustuer riss mich gegen 11 Uhr aus meinem > wohlverdienten Studentenschlaf. Etwas saeuerlich oeffnete ich, und vor der > Tuer stand ein Mann undefinierbaren Alters mit leuchtenden Augen. Er > blickte mich durchdringlich an und ich hatte das Gefuehl, als wuerde ich von > Pfeilen durchbohrt. Dann sprach er mit einer leisen, schneidenden Stimme: > "Ich bin her zu Dir gekommen, um Dir ein Geschaeft vorzuschlagen. Das > Geschaeft Deines Lebens." > > Ploetzlich spuerte ich einen Windhauch, und der Mann war verschwunden. > Reichlich verwirrt schloss ich die Tuer und kehrte in meine Wohnung zurueck. > Noch groesser war meine Verwirrung - die ich schon fast als Entsetzen > bezeichnen moechte - als ich den Mann dann in meinem Wohnzimmer vorfand. Er > hatte sich in meinem Sessel breitgemacht und allerlei Dinge auf meinem Tisch > ausgebreitet. "Was tun Sie hier drinnen?", wollte ich ihn barsch anfahren, > statt dessen blickte er mich an und winkte mit der rechten Hand, worauf ich > wie von selbst am Tisch Platz nahm. > > "Ein Analysis-Uebungsblatt, wie ich sehe. Soso, also Student. Und noch > keine einzige Aufgabe bearbeitet - das Studentenleben ist auch so stressig, > das kann ich verstehen. Nimm diesen Kugelschreiber zur Hand!" Ich nahm den > Schreiber zur Hand. Am oberen Ende war ein fuenfzackiger Stern eingraviert, > und der eigentlich tiefschwarze Stift gluehte tief im Inneren blutrot. Ein > seltsamer Stift. Gerade, als ich fragen wollte, was ich damit machen > sollte, sagte der Mann: "Nimm dieses Stueck Papier und denk an die > Aufgabe!". > > Der Schreiber senkte sich auf das Blatt und meine Hand fing an zu schreiben. > Noch waerend ich halb gebannt und halb entsetzt auf meine Hand starrte, > blieb der Schreiber neben den Buchstaben 'Q.E.D.' in meiner Handschrift > stehen. Darueber stand der Beweis, den Aufgabe 1 des Uebungsblattes > forderte. Ich war verstaendlicherweise verbluefft. In diesem Moment waere > ich bereit gewesen, angesichts der anstehenden Pruefungen meine Seele fuer > diesen Schreiber zu veraeussern. > > "Er kostet nicht viel - nur eine einzige Unterschrift auf diesem Papier...", > sagte der Mann mit einem daemonischen, keinen Widerspruch duldenden > Laecheln. Er zeigte auf einen Bogen Papier, auf dem in alter, geschwungener > Schrift oben das Wort 'Kontrakt' zu lesen stand. Darunter war zu lesen, > dass der Unterzeichner seine Seele nach dem Tod dem Vertragspartner > ueberlaesst und dafuer zu Lebzeiten einige 'ebenso aussergewoehnliche wie > unglaubliche aber nichtsdestotrotz befriedigende Dienstleistungen' erhalten > werde. > > Es verunsicherte mich natuerlich etwas - meine Seele verkaufen, obwohl ich > in meinem Glauben und Weltbild so etwas nicht einmal hatte. Zudem > irritierte mich etwas, dass meine Katzen allesamt die Flucht ergriffen > hatten - eine unter das Bett, eine weitere hatte sich in der Badewanne > verschanzt und die dritte war einfach verschwunden. Nach einer Denkpause, > in der sich bei meinem Gegenueber kein Muskel bewegte, beschloss ich, etwas > zu pokern, um Bedenkzeit zu erhalten. > > "Meine Seele ist mehr wert als einen aufgabenloesenden Kugelschreiber. Was > haben Sie mir denn sonst noch zu bieten?" - "Ich kann dafuer sorgen, dass > Dir jeder Wunsch erfuellt wird - JEDER, wenn Du verstehst, was ich meine. > Auch bezueglich der rothaarigen Geographie-Studentin aus der > Volleyballgruppe." Das erhoehte meine Pulsfrequenz um fast 20 Schlaege pro > Minute. Wie konnte er von Babs wissen? > > Der Mann, der jetzt dunkelgrau aussah und zwei seltsame Beulen auf der Stirn > bekam, drueckte mir eine Kunststoffmuenze in die Hand. Ich betrachtete sie > - eine Mensa-Essensmarke. "Das ist eine ganz besondere Essensmarke", sagte > er. "Erstens kehrt sie immer wieder zu Dir zurueck, und zweitens wird das > Essen, fuer das Du mit dieser Marke Schlage stehst, immer voll kulinarischer > Kostbarkeiten sein, ausserdem schmackhaft zubereitet, nicht versalzen, > verkocht oder verbrannt. Zudem wuerden die Portionen damit ausreichend > sein." Mir blieb beim Gedanken daran, ein Mensa-Essen zu geniessen, die Luft > weg. "Wirklich?" kraechzte ich und konnte mit Muehe erwiedern: "Ich esse > aber ohnehin nur selten in der Mensa. Haben Sie nichts Brauchbares?" Mir > wurde allmaehlich unbehaglich, ich wollte den Kerl loswerden. > > "Ich haette noch diesen Autoaufkleber - er sorgt dafuer, dass immer genau > dann, wenn Du an die Uni kommst, eine Parkluecke vor Dir frei wird." Ich > brummelte skeptisch, ich haette kein Auto. Dies schien meinen Gegenueber > sichtlich zu verunsichern, er kramte in seiner schwarzen Aktentasche und > blaetterte in einer Akte. "Da muessen meine Informationen falsch sein", > murmelte er und strich einen Textabschnitt durch. Das machte mich ein wenig > uebermuetig. Ich forderte: "Wie waere es denn mit dem Wegfall aller > Regelstudienzeiten, Studienplatzgarantie fuer Alle, einem Monatslohn von > mindestens 2000 Mark fuer Studierende, einer Frauenquote von 50% fuer die > Studiengaenge Informatik und Elektrotechnik, einem umweltfreundlichen > Nahverkehrskonzept, engagierten Studenten, unterhaltsamem und bildendem > Fernsehprogramm, Liebe und Frieden fuer die ganze Welt, engagierten, > uneigennuetzligen Politikern und einer Wohnung mit Garten fuer meine > Katzen?" > > Der Andere wechselte die Farbe. Das Grau wurde erst feuerrot, und kleine > Flaemmchen pufften aus seinen Ohren. Dann schlug es ueber Lila in Gruen um > und er holte tief Luft. Mit bebender Stimme und einer Aura kleiner > Blitze um die Augen sprach er, waehrend meine Fenster zersprangen: "WAS > GLAUBST DU, WEN DU VOR DIR HAST? Wir hexen und zaubern, aber fuer Wunder > sind WIR nicht zustaendig! Huete Deine Zunge, Sterblicher! Verspiele nicht > dein Leben durch Deinen Leichtsinn!" Es donnerte irrsinnig laut, irgendwo > mitten in meiner Kueche, und Flammen loderten aus der Toilette und dem > Waschbecken. "Das ist nur ein Vorgeschmack!", fauchte er. > > Er schnippte mit den Fingern, die jetzt lange schwarze Klauen und ledrige > Zwischenhaeute hatten, und die wunderbaren Dinge auf meinem Schreibtisch > verschwanden. Dann knallte er mir eine Visitenkarte auf den Tisch, und > knurrte: "Ueberleg es Dir. Auf der Karte findest Du, wie Du mich > erreichst!" Sogleich breitete er ledrige Fluegel aus, sprang mit dem > knallenden Geraeusch von Hufen auf das Fensterbrett und flog davon, mich > veraengstigt und gleichzeitig erfreut ueber meinen Triumph zuruecklassend. > > Ich gruebele nun seit drei Tagen darueber nach, was ich wohl gerade erlebt > hatte. Und wie ich in der Sache verfahren soll. Auf der Karte des > seltsamen Mannes stand: > > Louis U. Ziffer > Dienstleistungen aller Art > Armageddon Drive 666 > Sellafield > > Und was ist das fuer ein grosser, schwarzer Hund mit feuerrot leuchtenden > Augen, der mir seit drei Tagen folgt? Was ist, sozusagen, 'des Pudels > Kern'? Und wie soll ich mich in der Angelegenheit verhalten? Was ist, wenn > der Mann wiederkommt? Wegen des vielen Knoblauchs kommen mich meine > Freunde schon nicht mehr besuchen. > > Maechtiges Orakel, ich flehe Dich an, hilf mir mit Deinem Rat! Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } > Ich nahm den } > Schreiber zur Hand. Am oberen Ende war ein fuenfzackiger Stern eingraviert, } > und der eigentlich tiefschwarze Stift gluehte tief im Inneren blutrot. Ein } > seltsamer Stift. } Hmm, interessant waere es, zu erfahren, ob das Pentagramm ueberhaupt auf der } Spitze stand. Falls nicht, hattest Du es wahrscheinlich mit einem meiner } Kollegen zu tun. Du wuerdest nicht glauben, wie schwierig es heutzutage ist, } als Hexe den Lebensunterhalt zu verdienen. } } Den Effekt mit der Analysisaufgabe erreichst Du genauso, wenn Du dich mit } einer dieser traurigen Gestalten anfreundest, die selber imstande sind, } ihre Aufgaben in dieser Geschwindigkeit zu loesen. } } Das mit der Essensmarke waere doch eine Idee, ich koennte dir da ganz billig } was vergleichbares anbieten... } } Falls das Pentagramm auf der Spitze stand und sich keiner der Freunde die } dich nie besuchen einen Scherz erlaubt hat, hattest Du vom Satan Besuch. } Was Du dagegen tun kannst: } Trete aus der Kirche aus und such dir ne vernuenftige Religion. Eine, ohne } Satan. ######################################################################### 007-02 Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O komplexes und unergruendliches Orakel, sage mir, warum bekomme ich > auf eine Frage, die ich Dir zweimal gestellt habe, drei Antworten? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Nun, mein hochgeschaetzter Priester, dies ist ein Zeichen meines Alters. } Wenn Du wie ich, zweitausend Jahre fast arbeitslos geblieben waerst, haettest } auch Du Dir verschiedene Persoenlichkeiten zugetan. Und ich spreche hier } nicht von Ueber-Unter-und-sonstigen-Ichs sondern von voll ausgewachsenen } Persoenlihkeiten mit allen Rechten die die Verfassung ihnen bietet. } Das gab zumindest einige interessante 'interne' Diskussionen. } Es ist nun so, dass ich diese Persoenlichkeiten sequentiell und parallel } angeordnet habe. So gibt es einerseits huebesche Podiumsdiskussionen, ander- } erseits aber auch nette Briefwechsel. Zum Glueck haben wir noch nie } Streit bekommen. Natuerlich beherrrsche ich, das Orakel, saemtliche } von mir erschaffenen Gespraechsprtner vollkommen. Nur wenn ich mal nicht } aufpasse rutscht ein anderer in die Reihe, und will auch eine Antwort } schicken. } } Deine Orakel (alle 753) } } Du schuldest mir(uns) einen weiteren Priester. } ######################################################################### 007-03 Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Lieber Wehnachtsmann! > > Weil ich ganz brav war, kann ich mir was von Dir wuenschen, sagt meine > Mammi. Deshalb schreibe ich Dir hier auf, was ich dieses Jahr gerne > zu Weihnachten haette. > > WUNSCHZETTEL > > - einen Plueschdino (einen T-Rex bitte, keinen bloeden Pflanzenfresser) > - die neue Super-Konsole von Nintendo mit Hyper Super Mario Murx VII > - die neue CD von Michael Jackson (der is ja sooo suess) > - und ein paar Sachen fuer die Schule: > ein Butterfly-Messer, eine Gaspistole, 50 Gramm Schwarzen Algerier, > ein Jahresabo 'Wochenend' und ein neues paar Stringerstiefel. > > Meine Schuhe stehen schon vor der Tuer. Wann kann ich mit der Lieferung > rechnen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Hmm, warst Du auch ganz sicher brav ? Na ? } Sicherheitshalber werde ich mal noch eine Rute dazulegen. Die kannst Du dann } auch fuer die Schule nehmen, falls Du wirklich so brav warst. } Der Plueschdino geht klar, ich frage mich aber wozu Du den brauchst ? } Willst mal was Lustiges zum auseinandernehmen, was ? HO HO HO ! } } Super Konsolen stellen die Engelein nicht mehr her, weil es ja jetzt schon } die nagelneuen Hyper-Konsolen gibt. Genauso ist es mit Mario MUrx. } } Hmm. Und Michael Jackson findest Du suess ? Na dann gibt es zum Trost fuer } die entgangene Super-konsole eine Lie, aehh nein, eine Nacht bei Michael, } ganz allein fuer dich ! Ist das nicht toll ? } Wenn dann der Antrag beim Sozialamt endlich durch ist, kann der Onkel } Psychater gleich noch was Neues bei dir finden zum Analysieren... HO HO HO ! } } Und, mein Suesser, Du moechtest ein Butterfly Messer und eine Gaspistole ? } Hmm, die sind leider schon aus, wir haben dieses Jahr doppelt soviel } davon verschenkt wie sonst. Aber ich koennte Dir stattdessen einige } Bausaetze und Zutaten fuer Molotov-Coctails sowie das Buch : "Jetzt helfe ich } mir selbst: Bomben , Bau und Entschaerfung " anbieten. Irgendwo hab ich auch } noch ein bisserl TNT oder, falls Du Deinen Eltern zu Sylvester etwas bieten } willst : einen Atombombenbausatz mit Anleitung. } Halt: da ist auch noch die neueste Ausgabe von streng geheimen Passwoertern } des Pentagon. Die Kreml-Ausgabe ist schon ziemlich alt, naja... } } Guut. Jetzt musst Du mir nur noch erklaeren, wie ich das Alles in } Stiefeln Groesse 32 unterbringe. HOHOHO ! } } Dein Weihnachtsmann ######################################################################### 007-04 Selected by: "PSI%TELEPAC.47961161::SAMO"@AEOLUS.vmsmail.ethz.ch Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O kulinarisches Orakel! > > Bitte verrate mir das Rezept fuer flambierten Seebarsch, welchen mein > Nachbar so hervorragend zubereiten kann! Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Das Rezept heisst Findus! } } Du schuldest dem Orakel ein vegetarisches Kochbuch ######################################################################### 007-05 Selected by: caronni (Germano Caronni) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Orakel Kenner aller Weisheit und so weiter.... > > Stimmt es, dass der Himmel jedem Morgen wieder blau gestrichen werden muss? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh du kleiner, unbedeutender und unwissender Sterblicher, } } das stimmt natuerlich ganz und gar nicht. Wie kommst Du denn auf } diese Idee? Du hast wohl in der Schule nicht gut aufgepasst. } Weisst Du denn nicht, dass es auch graue (und verregnete) Tage gibt? } } Das grosse allmaechtige Orakel ######################################################################### 007-06 Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh grosses, liebstes, allwissendes und weises Orakel, > bitte sage mir: > > Warum ist der Tannenbaum eine Fichte? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Wissensdurstiger, Du bist einem Ueberlieferungsfehler aufgesessen. } Die Frage lautet in Wirklichkeit: } } Warum ist im Tannenbaum ein Fisch? } } Und war die Frage von Heiner Grabowski, als er an Weihnachten 1957 das } elterliche Wohnzimmer betrat, angelockt durch eine lautstarke verbale } Auseinandersetzung seiner Eltern ob der Qualitaet des Weihnachtsessens. ######################################################################### 007-07 Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: caronni (Germano Caronni) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O grosses maechtiges Orakel, > > Bitte sage mir: Was ist Tekkno??? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Tekkno - o Unwissender - ist die moderne Fassung einer uralten Tradition. } Es handelt sich um die Konzentration des ueberlieferten Wissens aus den } dunkelsten und entferntesten Urzeiten der Menschheit. } } Tekkno ist DER wirksamste aller Regentaenze. } } Wenn Du das nicht glaubst - begebe Dich in Deinen Keller und tanze zu } Tekkno um Deinen CD-Player. } } Du schuldest dem Orakel einen Sandsack und eine Wagenladung Pioniere. ######################################################################### 007-08 Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh grosses, liebstes, allwissendes und weises Orakel, > bitte sage mir: > > Wer wird Fussball-Weltmeister 1994? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Wi"sbegieriger Bittsteller, h"ore meine Worte: } Fu"sball ist nicht, was es scheint. Es handelt sich weder um sportlichen } Wettkampf, noch um den M"annlichkeitsbeweis der Teilnehmer oder das } belustigen der Massen, denen eben genau jenes fehlt und die glauben, } durch ihren Fanatismus f"ur Fu"sball genauso bekannt und beliebt zu } werden wie die Spieler. Es geht auch nicht prim"ar darum, Spielern } und Funktion"aren ein "uberdurchschnittliches Einkommen, Villen, Urlaub } und Limousinen zu beschaffen. } Die Ehre von an einer Fu"sballmeisterschaft teilnehmenden L"andern dient } bestenfalls als Ablenkung f"ur das wahre Geschehen. Auf dem Rasen herrscht } in Wahrheit Krieg. Ein erbitterter Krieg. Es ist der Kampf zwischen Gut } und B"ose. Durch Solidarisierung der Fangemeinde und Identifikation der } Massen mit ihrem Club ist die emotionale Bindung an das Spiel so stark, } da"s die Zuschauer mental am Krieg beteiligt sind. Es k"ampfen die } himmlischen Heerscharen gegen die Roten Teufel. Zwar hat man das Ver- } brennen der Verlierermannschaft inzwischen durch gelegentliches Ver- } pr"ugeln des Schiedsrichters ersetzt, doch dies sollte nicht dar"uber } hinwegt"auschen, das Fu"sball bitterer Ernst ist. } Die Identifikation der Zuschauer mit den Mannschaften hat einen nuetzlichen } Nebeneffekt: die Zuschauer entscheiden sich dabei ebenfalls f"ur Himmel } oder H"olle. Dies a"u"sert sich dann auch nach dem Spiel, wenn sie als } Vorhut des j"ungsten Tages das jeweilige gegnerische Lager auseinander- } nehmen. } Die Fu"sballweltmeisterschaft dient dabei der Einleitung des Armageddon, } des Weltuntergangs. Sollte die himmlische oder h"ollische Mannschaft siegen, } so hat es sich fuer alle Zeiten ausgespielt (oder wenigstens so lange, bis } die neue Menschheit wieder in der Lage ist, B"alle zu erfinden und damit } zu spielen, anstatt sich die Frauen zu rauben oder die Sch"adel einzu- } schlagen). } Fu"sballweltmeister 1994 wird ... hier nicht verraten. Aber das Ergebnis } l"a"st sich durch Beten bzw. Schwarze Messen durchaus beeinflussen. } } Du schuldest dem Orakel eine Inhaltsangabe zu: } Terry Pratchett, Neil Gaiman: Ein gutes Omen. ######################################################################### 007-09 Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Maechtigstes aller Orakel, > > wie lautet die Telefonnummer von Gott? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Sie lautet 000-000-00-000. Allerdings ist sie nur vom Telefonnetz einer } kleinen, pazifischen Insel aus zu erreichen, und der Gebuehrentakt wuerde } selbst die abgebruehtesten Atomphysiker, die mit den kurzlebigsten Teilchen } experimentieren, in Angst und Schrecken versetzen. } Desweiteren meldet sich zur Zeit an dem Anschluss nur der Anrufbeantworter. } } Du schuldest dem Orakel das komplette Telefonbuch der USA. ######################################################################### 007-10 Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh blau-rosa Orakel, dessen linker Fuss alle meine 7 Beine uebertrifft, > > was ist Surrealismus? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Surrealismus ist das, was verschwindet, sobald Du nicht mehr high } bist. Und mein linker Fuss geht Dich einen Dreck an! Ausserdem solltest } Du erst mal meinen zweiten Fuss von rechts sehen... } } Du schuldest dem Orakel ein Paar gelb-gruene und Dir selbst 3 1/2 } Paar violett-braun gestreifte Socken. #########################################################################