Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. @@@ Das Voting fuer de.rec.orakel laeuft jetzt WIRKLICH. @@@ Wenn Ihr eine solche Newsgroup wollt, schickt doch @@@ bitte Eure Stimme an orakel@fsinfo.cs.uni-sb.de Lasst uns wissen was Euch gefaellt! Sendet eine Bewertung dieser zehn Orakularitaeten (verwendet Noten von 1 = miserabel bis 5 = ausgezeichnet) an das Orakel. Eurer Brief muss als Subject: 'vote' oder 'digest' enthalten, und Eure Angabe sollte folgendem Format entsprechen (VOTE am Zeilenanfang!) : VOTE 012: 1 4 3 3 5 3 4 3 1 2 000 00 votes 00000 00000 00000 00000 00000 00000 00000 00000 00000 00000 000 0.0 mean 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 ##################### Begin of Digest 012 ############################### 012-01 Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Liebwuerdiger Orakel, intelligenter als Herakels, staerker als die Venus, > schoener als Bachus, > > __Wie__ finde ich meine grosse Liebe? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Das Problem mit der grossen Liebe ist, dass sie zwar irgendwo auf Dich } wartet, genau so wie Du auf sie wartest, aber der Wille der Goetter } ist unergruendlich und deshalb bleibt es dem Zufall ueberlassen, wann } Ihr Euch begegnet. Es gibt daher folgerichtig nur einen einzigen } Algorithmus, der Dir bei der Suche behilflich sein kann: die } bedingungslose Hingabe an den Zufall. } Das Orakel (TM) - Patentverfahren dazu funktioniert folgendermassen: } } Man nehme einen Wuerfel. Dazu nimmst Du einige Dinge, von denen Du glaubst, } dass sie Dir Spass machen werden, und einige, von denen Du glaubst, dass } sie Dir keinen Spass machen werden. Jetzt vergibst Du Warscheinlichkeiten } an Deine Ideen. Das kann dann so aussehen: } } 1 - Ich gehe heute in die naechstbeste Disco und lege einen Strip hin } 2 - Ich verfuehre die 17-jaehrige Tochter meines Nachbarn } 3 - Ich fruehstuecke bei McDonalds } 4 - Ich schreibe einen Leserbrief an Emma, in dem ich Alice Schwarzer als } frigide Tante, der man es nur mal ordentlich besorgen muss, } bezeichne. } 5 und 6 : Ich baggere in der naechsten Kneipe alles an, was pi mal Daumen } weiblichen Geschlechts ist. } } Nun wirfst Du den Wuerfel - und jetzt kommt das Wichtigste: Du MUSST tun, } was er Dir befiehlt. Anfangs wirst Du Dich nur trauen, einfache Aufgaben } vom Wuerfel entscheiden zu lassen, aber wenn Du Dich daran gewoehnt hast, } wirst Du auch elementare Dinge Deines Lebens dem Wuerfel anvertrauen, } denn in einer ohnehin zufallsbestimmten Welt ist der Wuerfel der einzig } sinnvolle Entscheidungsfinder. } Deshalb wird er Dich auch frueher oder spaeter zu deiner Grossen Liebe (TM) } fuehren. Und nicht verzweifeln, wenns ein wenig laenger dauert. } } Du schuldest dem Orakel eine Kopie von "Harold and Maude". ######################################################################### 012-02 Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O grosser Orakel, reicher als Bill Clinton, schlanker als Helmut Kohl, ich > wuesste gerne: > > Wo geht Bill Gates mit seiner neuen Frau in den Flitterwochen hin, und was > machen sie da? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Danke fuer die Komplimente, o Fragesteller! } } Normalerweise laesst sich das Orakel ja nicht dazu herab, auf dem Niveau } der Boulevardpresse zu operieren und Indiskretionen ueber irgendwelche } Prominenten zu verbreiten, aber heute machen wir einmal eine Ausnahme, } weil gerade eben mein Rechner mit "WeisheitForWindows(TM)" abge- } schmiert ist und ich meine Antworten jetzt mit dieser furchtbar alten } Version von VisiWisdom(TM) ohne Umlaute schreiben muss! } } Also, Bill verbringt seine Flitterwochen mit seiner Angetrauten natuerlich } auf Messy Island im Golf von Mexiko. Dort widmet er sich ganz seiner Braut, } sprich, sie betreiben stundenlanges Interfacing. } } Du schuldest dem Orakel vernuenftigere Interessen. ######################################################################### 012-03 Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Maechtiges Orakel, dessen Weisheit sogar die des Weissen Riesen in den > Schatten stellt und dessen Waschpulver drei Kilometer mehr Waesche waescht, > bitte sage mir: woher nimmt der Klapperstorch die Babies? Und woher weiss > er, ob sie schwarz, weiss oder gelb, mit glatten oder Kraushaaren oder > Schlitzaugen auszuliefern sind? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh Du, unwissender erbaermlicher Sterblicher! } Hast Du noch nicht vernommen, dass die modernen Fluessigwaschmittel viele } Teller mehr schaffen? Weisser Riese, pah!!! } Der Klapperstorch ist ein gerissener Bursche. Er hat laengst mitbekommen, das } Babies in rauhen Mengen in Kreissaelen und auf Saeuglingsstationen zu finden } sind - und bedient sich dort kraeftig. } Von der Ausstattung (Haare, Hautfarbe...) wiederum hat der Storch keine } Ahnung. Nur so konnte es passieren, dass meine Orakeltante, eine staemmige } Orakelfraenkin schlitzaeugige, gelbe Nachkommen warf. Bisweilen hoert man } sogar von ebenso begnadeten wie rothaarigen Tennisspielern, denen er farbige } Kinder in die Wiege legt. ######################################################################### 012-04 Selected by: caronni (Germano Caronni) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Brieftasche her oder es puste Dir die Ruebe runter! Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Mir scheint, Du hast ein Problem, lieber Fragender! Dir scheint es } sowohl an den materiellen Voraussetzungen zur Existenzsicherung als } auch an koerperlichen und geistigen Moeglichkeiten zu mangeln, diese } Voraussetzungen zu schaffen. Da Dir der soziale Rueckhalt fehlt, kannst } Du Dich nicht in das weiche Netz freundschaftlichr Beziehungen fallen } lassen. Also suchst Du Dein Glueck in der Fremde, bei Fremden, die Dir } helfen sollen. Da Du aber nicht gelernt hast, Deine Wuensche anderen } Menschen mitzuteilen, bist Du gezwungen, selber Zwang anzuwenden. Dabei } drueckst Du Dich sehr drastisch und plastisch aus und zeigst Deine } Gemuetsverfassung: Du hast den Kopf verloren. Und wer Dir nicht hilft, } soll auch den Kopf verlieren. } } Ich darf Dir sagen: Ich verstehe Dich sehr gut. Diese Antwort allein } sollte Dir helfen, Dein Problem zu ueberwinden und mit eigener Energie } zu loesen. Aber um mein Verstaendnis auszudruecken und Dir eine } Starthilfe zu geben, werde ich Dir einen elektronischen Dollar } beilegen. Verwende diesen Dollar weise! Denn: Mit Dollars wurden schon } ganze Diktaturen gestuerzt oder am Leben erhalten. Und fuer eine } Handvoll Dollar sogar ganze Western gedreht, die mehr Leichen als } Zuschauer hatten. } } Hier mein Dollar: $ (Please cut and paste.) ######################################################################### 012-05 Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh meisterhaftes Orakel, dessen Wasserhahn niemals tropft und dessen > Gluehlampen nicht schon nach 500 Stunden statt der versprochenen 1000 > durchbrennen, beim Oeffnen meines Werkzeugkastens aus Anlass einer > bevorstehenden TUeVung meines fahrbaren Untersatzes kamen mir folgende > Fragen in den Sinn und nicht mehr heraus, um deren Beantwortung ich > Dich bitte! > > Wieso heisst ein Schraubenzieher Schraubenzieher, wenn er bestenfalls > Schrauben drueckt und sie noch viel oefter dreht? Wieso heisst eine > Beisszange Beisszange, wenn sie vollkommen harmlos ist und ueberhaupt > nicht bissig, jedenfalls nicht so bissig wie unser Nachbarshund? Kann > man mit einer Laubsaege Laub saegen? Was macht man mit einem Fuchs- > schwanz, der wie ein Instrument zum Holzschneiden aussieht? Und wer > erfindet solche schwachsinnigen Namen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Lieber Fragender, } in meiner unendlichen Guete antworte ich auf deine Frage. } Du hast eine rege Auffassungsgabe, was die Begriffassoziationen angeht. } Die Begriffe deiner Frage sind z.T. tatsaechlich nicht immer das, } was sie eigentlich beschreiben. Aber auch Du solltest dich fragen: } muss ein Wort immer eindeutig eine Sache beschreiben, } wird nicht vom Menschen haeufig eine andere Bezeichnung oder } abstrakte Begriffsfindung verwendet nur um eine Aussage } zu verschluesseln ? } Denke an meine Worte wenn DU einmal vor der Enscheidung stehst } z.Bsp. deinem Kind einen Namen zu geben. } } Dein Orakel (Gross-Otto) ######################################################################### 012-06 Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh weises, ewigliches Orakel, um dessen Ohrschmalz die Goettin der Liebe > Dich anfleht, ihre Spuelhaende damit zu salben! > > Mir ist ein groszes Miszgeschick passiert: > Als ich heute die Schalen meines Chemiebaukastens abwusch, griff ich > versehentlich nicht nach dem Spuelmittel, sondern nach der Flasche > mit Toilettenreiniger. > Meine Haende sind jetzt gruen, die Fingernaegel auch. > > Was kann ich tun? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Wer Ohrschmalz mit Palmolive und dieses wieder mit 00 verwechselt sollte } nicht mit Chemeikaesten spielen. Warte damit, bis du Chemie in der Schule } bekommst. } Fuer deine Haende der Rat: Dusche mit dem Zeug und gehe zum Fasching als } Alien. ######################################################################### 012-07 Selected by: caronni (Germano Caronni) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh grosses, bewundertes und allwissendes Orakel, bitte beantworte mir doch > folgende Frage: > > Heute ist mir mein Rechner abgestuerzt. Mein Kollege sagt, ich soll ihn > wieder hochfahren. Wie soll ich das machen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh, Fragende, der Du schwer an einer Last traegst/zu tragen haben } wirst. } Die Antwort ist so einfach das ich sie kaum zu geben wage, vorher } beantworte mir jedoch die folgende sachdienliche Frage: } im wievielten Stock ist Dein Buero und wohin ist Dein Rechner gefallen ? } Gegebenenfalls wuerde sich die Benutzung eines Fahratuhls anbieten... ######################################################################### 012-08 Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Orakel, Hueter allen Wissens, Quell der Weisheit und Besitzer > meiner vorzueglichsten Hochachtung, sage mir in Deinem eigenen > Interesse: > > Wo ist der Moderator von de.admin.news.announce abgeblieben, der > schon seit Wochen den CfV zu de.rec.orakel blockiert? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh, mein wissensdurstiger Schueler, gerne wuerde ich bereit sein, } auf diese Deine Fragen als wohlwissendes und gelehriges Orakel } eingehen. } Das absonderliche in mir ist, das meine Weisheit sehr weit reicht, } jedoch die Sprache, derer ich mich zu bedienen versuche, sehr, sehr } alt ist. Alle Sprachen der Welt beherrsche ich, natuerlich nur } die sehr alten. Was jedoch die wohl ehrwuerdige Sprache der } Rechnermenschen anbelangt, uebersteigt der Begriff "CfV" meinen } Vorstellungshorizont. } Daher bitte ich untertaenigst um Verzeihung mit dem Hinweis, } euch mich naechstes mal verstaendlicher zu machen. } } Nun, da ich jedoch unendliche Guete als beste Charaktereigenschaft } mein eigen nennen darf, will ich die begehrte Antwort nicht } verweigern: } } Es erregt den Zorn der Goetter, das Orakel nicht den Zugang zu jenen } Orten zu gewaehren. Daher kann ich nur sagen: Der Zorn der Goetter } wird ihn treffen und es wird ihm eine Lehre sein ! } Bis dahin rate ich Dir, oh mein Schueler, Geduld zu ueben, } die Goetter werden es richten ! ######################################################################### 012-09 Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > In welchem Jahr fallen Ostern und Weihnachten auf denselben Tag? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } O Du unwissender, haettest Du doch zuerst Deinen Kalender befragt! } } Die Antwort lautet: } Im Jahre 1994! Heuer ist Ostern Sonntag und Montag, Weihnachten auch! } } Fuer die Antwort auf diese Frage ist eine Gebuehr an eine beliebige } Hilfsorganisation zu entrichten! ######################################################################### 012-10 Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Selected by: caronni (Germano Caronni) Selected by: lofr@stud.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Quell von Trost und Hoffnung, Hueter des Wissens und Foerderer der > Allgemeinbildung, mir ist ein Missgeschick passiert. Dienstag abend war ich > mit meiner Gruppe Rollenspielen, und meine Freundin hat mir bis Mitternacht > Ausgang gewaehrt. Doch (wie Du sicher verstehen kannst) mussten noch ein > paar Drachen gekoepft und ein paar Schaetze gepluendert werden, und so wurde > es halb drei in der Nacht, bis ich vor ihrer Tuere stand. Es brannte kein > Licht mehr, und auf mein Klingeln und Klopfen kam keine Reaktion. Als sich > meine Augen an die Dunkelheit gewoehnt hatten, entdeckte ich einen auf die > Tuer geklebten Pfeil, der nach unten zeigte. Unter meinen Fuessen erspaehte > ich eine neue Fussmatte - mit meinem Namen darauf! > O Orakel - was hat das zu bedeuten? Warum macht sie nicht auf? Werde ich > heute im Terminalraum uebernachten muessen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Nein, selbstverstaendlich kannst Du auch auf der Fussmatte uebernachten. #########################################################################