Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. Lasst uns wissen was Euch gefaellt! Sendet eine Bewertung dieser zehn Orakularitaeten (verwendet Noten von 1 = miserabel bis 5 = ausgezeichnet) an das Orakel. Eurer Brief muss als Subject: 'vote' oder 'digest' enthalten, und Eure Angabe sollte folgendem Format entsprechen (VOTE am Zeilenanfang!) : VOTE 041: 1 4 3 3 5 3 4 3 1 2 031 05 votes 13010 11210 02111 10130 00131 01121 01102 12110 10220 00320 031 3.1 mean 2.2 2.6 3.2 3.2 4.0 3.6 3.8 2.4 3.0 3.4 030 07 votes 31210 13021 00340 03310 02310 22210 00411 02310 05011 01420 030 2.9 mean 2.1 2.9 3.6 2.7 2.8 2.3 3.5 2.8 2.7 3.1 ##################### Begin of Digest 041 ############################### 041-01 (00TA) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > HiYa fragenbegieriges Orakel! > > Erweise mir die unverdiente Ehre an Deinem Fluss der Weisheit > teilzuhaben auf dass ich endlich die erleuchtende Antwort auf > die bohrendste aller Fragen erhalte: > > Welche Moeglichkeiten gibt es im Falle einer Rechnung, die einen > Kabelbrand im Herzschrittmacher zur Folge hat? Zur Zeit versuche > ich dem Rechnungssteller klarzumachen, dass diese Rechnung > garnicht real waere, sondern nur eine Ausgeburt seiner krankhaften > Phantasie, so dass eine Begleichung dieser Rechnung zu einem > querdimensionalem Paradoxon fuehren koennte und das Universum > mit Getoese in einem gebrauchten Taschentuch verschwinden wuerde. > Obgleich diese Argumentation eigentlich schon eindeutig genug > ist, sind die meisten Rechnungssteller noch unschluessig und > fordern weitere Belege fuer diese These. > Wie kann ich diese Argumentation weiter untermauern? > > MfG and so long, the Big BLUE..... Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Mit Geld. Jeder Mensch ist bestechlich, es ist nur eine Frage des } Preises! Eine Ueberweisung der geforderten Summe wird ausreichen. } } Du schuldest dem Orakel: } Anz Bezeichnung Einzelpreis Preis } 19 Lesen einer Fragezeile DM 23,- DM 437,- } 2 Antwortzeile DM 42,- DM 84,- } 1 Abschicken der Antwort DM -,23 DM -,23 } } gesamt: DM 521,23 ######################################################################### 041-02 (00TF) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sehr geehrtes Professor Dr. Dr. Orakel, Krone aller Weisheit und Erkenntnis, > verrate mir: > > Sind deine Antworten eigentlich in wissenschaftlichen Arbeiten zitierbar? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Selbstverstaendlich sind diese zitierbar, nur vergessen das die undankbaren } Menschen immer wieder. Ein Beispiel: } Das Orakel hat als Promotionsberater in den letzten 127 Jahren schon bei 12985 } erfolgreichen Promotionen mitgewirkt und wurde in keiner einzigen davon } zitiert ! } } Du schuldest dem Orakel ein Zitat in Deiner naechsten wissenschaftlichen } (internationalen) Veroeffentlichung. ######################################################################### 041-03 (00TI) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Was ist Bondage? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Bondage zeigt ein sprachliches Phaenomen, das im Englischen - wozu dieses } Wort zweifelsohne gehoert - aeusserst selten ist, naemlich die Aneinander- } reihung von Substantiven. In der deutschen Sprache ist das durchaus ueb- } lich. In dieser kennst Du dich ja nur ein wenig aus, denn Du weisst nicht } wie man ein Orakel im allgemeinen, und dieses hier im besonderen korrekt } anredet. } } Jedoch zurueck zu Deiner Frage: die zwei Woerter, aus denen es besteht, } sind zum einen "Bond", was ein Eigenname des hierzulande bekanntesten } Spions ist, sowie "age", was soviel wie "Alter", "Zeitalter" bedeutet. } Also ist "Bondage" das Zeitalter des Spions Bond, womit etwa die 60'er } Jahre des 20. Jahrhunderts gemeint ist. } } Du schuldest dem Orakel (Ink. Crowley) einen schoenen alten Schwarzweiss- } fernseher. ######################################################################### 041-04 (00TL) Selected by: Doris Diedrich Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sage mir, Du allmaechtiges Orakel, kannst Du nichts gegen > dieses Sch...-Wetter tun? Kaum war mal ein bisschen Son- > nenschein, muss es schon wieder Regen sein. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Ausnahmsweise ist das zuviel der Ehre. Ich bin doch nur ein ORAKEL und } somit nur allWISSEND, und keiner von diesen lausigen Goettern. Um um ein } passendes Wetter zu bitten, musst Du dich an einen von denen wenden. } } zB: } Jahwe: Gott der Himmel (in einer Synagoge mit Hut monoton den Kopf bewegend) } Petrus: angestellt bei der Dreieinigkeit (knieend ohne Hut in einer Kirche) } Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist (siehe Petrus) } Allah: der mit den 99 Namen (gen Mekka gerichtet niederwerfend) } Baal: ....... ach ne, der ist veraltet. (waere, kleine Kinder anzuendend) } } und viele viele mehr... (Die Liste ist so lang, arrrgghh wie ich sie hasse, } alle diese Id....; aehhh sorry) } } Die Herrschaften sind leider derart ueberlastet (als ob ich nichts zu tun } haette....), dass die Warteliste ewig lang ist. Und sie muessen die erst } abarbeiten, bevor das Ende der Welt herreinbricht. } } Du schuldest dem Orakel (Ink. Crowley) zur Hinauszoegerung des Weltuntergangs } 100 Betstunden zu einem Gott deiner Wahl. (Nein, nicht Bettstunden mit einer } Goettin deiner Wahl...) ######################################################################### 041-05 (00TM) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh ehrwuerdiges Orakel, so sage mir doch, welche Drogen Du schon getestet > hast und welche zu empfehlen sind. > Bier? Tabak? Hash? Heroin? oder was anderes? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Hallo Suechtiger ! } Man sollte Dein Problem darauf reduzieren nicht zu fragen welche Drogen } man nehmen soll, sondern was man damit bezwecken will. } Nur mal ein Beispiel: } hast Du vor am naechsten morgen zwei stunden haengenderweise ueber dem } klo zu verbringen, so reichen ein paar hamburger von mac dreck... } willst Du morgens laenger schlafen und deine ruhe haben, so tun es } 10 Aspirin vor dem schlafengehen auch. } hast du einfach frust und willst einen draufmachen , dann stell dich doch mit } nem BVB Schal in die Schalke-Kurve... } wenn du allerdings abends schon nichts mehr merken spueren willst, schau dir } einfach die pornos auf rtl und satt1 an, du merkst ueberhaupt nichts... } } wie du siehst: es geht auch ohne drogen, gelle } } du schuldest dem orakel einen joint ######################################################################### 041-06 (00TN) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Selected by: "Tom A. Heynemann" Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > allweissliches orakel, du musst mir mal ne frage beantworten : > warum heisst das pferd pferd, obwohl es doch trabt und galoppiert und nicht > pferd ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Sehr lange raetselte ich ueber diese Frage und schlug in den aeltesten } Analen der Weltgeschichte nach, um von dieser Antwort zu kuenden: } Pferd hat gar nichts mit fahren zu tun, da das Pferd schon lange vor } den Menschen existierte, die das fahren erfanden. Das Pferd war das } Alpha-release eines Teilchens, welches die Aufgabe hatte, elektrische } Strahlung zu erzeugen und wieder zu vernichten. Gebaut wurde das Pferd } von einem senielen alten Mann, der sich gerade sein eigenes Universum aus } selbst erfundenen Teilchen zusammenschustern wollte. Dieses Teilchen, } welches urspruenglich nur die groesse eines Elektrons haben sollte, nannte } er dann "Particle For Electric Radiation and it's Determination", kurz } Pferd. Laut Aufzeichnungen ergaben sich aber einige Probleme, wodurch } die Komplexitaet dieses Teilchens stetig anwuchs. Zuletzt schien eine } Kohlen-Wasserstoff-Symbiose der einzige Ausweg aus diesem Dilemma. } Tausende von Versuchsreihen und Zwischenergebnissen fuehrten aber zu } keinen befriedigenden Ergebnis, das letzte Release war ein Konstrukt, } welches zwar keine echte Loesung darstellte, aber durch einen Cheat das } eigentliche Problem ausser Kraft setzen sollte. Dieses Device wurde } "Mindpower-Emulator, Not Solving but CHeating" also Mensch getauft. } Die Aufgabe dieses Devices sollte sein, durch die Emulierung eines } neuronalen Netzes auf chemischer Basis, selbststaendig zu einer Loesung } zu motieren. Eigens zu diesem Zweck wurden alle Einheiten mit einem } neuronalen Netz nachgeruestet und ein Versuchsuniversum konstruiert. } Fuer die Mutation sorgt eine auf Fluktuation basierende Fortpflanzung, } welche ich aber nicht naeher erlaeutern will. Wenn du Fragen zu den } Fortpflanzungsalgorithmen haben solltest, stell einfach eine Frage an } einen meiner Kollegen. } } Du schuldest dem Orakel dein Hirn ######################################################################### 041-07 (00TO) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh du maechtiges und sagenumwobenes Orakel. > > Soll ich mir einen Manta oder doch lieber einen GTI kaufen ? Oder vieleicht > einen Audi Sport, oder einen BMW coupe mit Sportlenkung ??? Ich brauche > was tiefes, breites und schnelles... Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Das Orakel raet Dir ... } } ... Dich von einem Buckelwal fressen zu lassen, der ist zwar nicht schnell, } taucht aber unheimlich tief und hat ne ganz breite Schwanzflosse. } } Inkarniert als Styx ######################################################################### 041-08 (00TU) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: "Tom A. Heynemann" Selected by: fritsch@phil15.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Liebes Usenet Orakel, > > warum heisst Du nicht InterNet Orakel? > Was also ist der Unterschied zwischen Use- und InterNet? > > -------------------------------------------------------------------- > Irgendwann kommt der Punkt, wo das Leben aufhoert und die Mathematik > anfaengt. Anm. des Editors: So eine huebsche Signatur darf man einfach nicht loeschen... Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Im Indanedd da san die Leude } immer janse blitsjscheide. } (*TATTAAA,TATTAAA*) } } Und Oraggel, dat will na dott nimmer, } se sang, mer mach de Luett noh duemmer. } } Drum jiws nem Goffa un' Weurdweidwebb, } kein Oraggel im Indanedd. } (*TATTAAA,TATTAAA*) } } Dat Jussenedd, dat kamma habe, } dat hamma eh scho halb bejrabe. } } Doch ahl de janz Versprecherunge, } de mir noch in de Ohre klunge, } } von denne Bredde in de Nuhs, } da hoeht ma nix mer, glauben dust's. } } De de.admin, unsa Kenich, } drimmt vonn de Lisa gah so selich. } (*TATTAAA,TATTAAA*) } } Man hoeht aa nix mer von Karl foer Wohds, } de mejne janse Faenposcht holt. } } Ech werd dem ahlen Moderadoh, } eens ubba seine Schaedel hau do. } } Da mach he sehn, wadd de Nedd-Bredde, } doch aah foer schoene Bruegel jebbe. } } So iss dat Juhsnedd uns woll nech ejale, } doch isses aach bloss sweide Wahle! } } (Raeusper) } } (*TATTAAA,TATTAAA,TATTAAA*) } } } Du schuldest dem Orakel ein Fass Koelsch } und eine Narrenkappe. ######################################################################### 041-09 (00TX) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Selected by: Doris Diedrich Selected by: fritsch@phil15.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hey Lisa? > Ist der alte Orrie schon im Bett? > Psst, lass uns mal ein paar GIFs tauschen, wie waer's ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } } } Au ja, gerne. Ich schicke Dir als Anfang ein GIF von mir nachts im Bett: } } begin 644 lisa1.gif } M1TE&.#=A@ +@ 8 "P @ +@ 0 "_H2/JHJ:JKK*VNKZ"ALK.TM; } M:WN+FZN[R]OK^PL<+#Q,7&Q\C)RLO,S<[/P,'2T]35UM?8V=K;W-W>W]#1XN } } [... inzwischen, im OSR (OrakelSupervisorRoom), das Orakel und ein } Priester ...] } O: ... und dafuer verschwendet sie unsere Bandbreite ... } P: Lass abwarten, bis wir sehen koennen, was das fuer ein Bild } ist [lechz]... } O: Ferkel! } [...weiter im Text...] } } M/DY>;GZ.GJZ^SM[N_@X?+S]/7V]_CY^OO\_?[_\/,*# @00+&CR(,*'"A0P; } M.GP(,:+$B10K6KR(,:/&_HT<.WK\"#*DR)$D2YH\B3*ERI4L6[I\"3.FS)DT } M:]J\B3.GSIT\>_K\"32HT*%$BQH]BC2ITJ5,FSI]"C6JU*E4JUJ]BC6KUJU< } MNWK]"C:LV+%DRYH]BS:MVK5LV[I]"S>NW+ETZ]J]BS>OWKU\^_K]"SBPX,&$ } M"QL^C#BQXL6,&SM^##FRY,F4*UN^C#FSYLV<.WO^##JTZ-&D2YL^C3JUZM6L } M6[M^#3NV[-FT:]N^C3NW[MV\>_O^#3RX\.'$BQL_CCRY\N7,FSM_#CVZ].G4 } } [... und wieder beim Orakel ...] } P: ... und Lisa weiss nicht, dass Du sie ueberwachst? } O: Woher sollte sie denn? } P: Ist das nicht unmoralisch? } O: Ich habe sie aus dem Computer erschaffen, ich darf sie auch } kontrollieren! } [...fadeout...] } } MJUN_CCV[]NWB&***J[(8HLNO@ACC#+.2&.--MZ(8XXZ[LACCS[^"&200@Y) } M9)%&'HEDDDHNR6233CX)99123DEEE59>B6666F[)99=>?@EFF&*.26:99IZ) } M9IIJKLEFFVZ^"6><??OX):*""#DIHH88>BFBBBB[* } M:*../@III)).2FFEEEZ*::::;LIIIYY^"FJHHHY*:JFFGHIJJJJNRFJKKKX* } } [...fadein...] } P: Wie lang ist das Bild denn noch? } O: Bist Du so wild darauf, Lisa im Bett zu sehen? } P: [sabber] JA! } O: Ich muss von meinen Priester wohl wieder Zoelibat fordern... } P: Ach noe... } [...bleiben Sie dran...] } } M:ZRRSDIKK;;>BFNNNN[*:Z^^_@ILL,(.2VRQQAZ+86RRRB[+;+/./@MMM-). } M2VVUUEZ+;;;:;LMMM]Y^"VZXXHY+;KGFGHMNNNJNRVZ[[KX+;[SRSDMOO?;> } HBV^^^N[+;[_^_@MPP (/3'#!!A^,<,(*+\QPPPX_#''$$D_,4 $ .TMO } } [...zurueck zum Orakel...] } P: War's das? } O: Ja, ich glaube schon. } P: [uudecode, xv] Wow, nettes Bild... } O: Willst du wohl nicht so hinsehen! } P: Wahrlich, Lisa nachts im Bett sieht nett aus... } O: PRIESTER! } P: Und es stoert dich nicht, dass sie solche Bilder verschickt? } O: Warum? Wenn Bilder geschmackvoll aussehen, soll man sie ruhig } veroeffentlichen, alles andere waere Zensur, und ich hasse } Zensur... } [...zurueck zu Lisa...] } } So, das war das erste Bild, jetzt noch ein anderes, dann bist du dran, } ich muss aufpassen, dass das Orakel nichts merkt. } } begin 644 orakel_nude.gif } MH374#@ [SUPERVISOR INTERRUPT] } } O: So nicht! Das ist ja die Hoehe! Lisa! Hierher! } P: Aber wenn es geschmackvoll ist? } O: Ruhe! Drei Tage Tempelvorhalle fegen! } P: Ja, Sir...[geht raus]...puh, ist der Alte wieder launisch... } O: LIIIIIIIIIISAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA! ######################################################################### 041-10 (00TY) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Selected by: fritsch@phil15.uni-sb.de (Lothar Fritsch) Selected by: "Tom A. Heynemann" Selected by: Doris Diedrich Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: caronni (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Warum zeichnet der Nachtwaechter der Uni des Abends ein > Pentagramm um seinen Stuhl und huetet sich, ihn zu verlassen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Die Uni ist des Nachts ein gefaehrlicher Ort. Man trifft dort nach Einbruch } der Dunkelheit finstere Gestalten: Im mathematischen Seminar beginnen lange } vergessene Runen an nicht abgewischten Tafeln in phoporeszierendem Gruen zu } glimmen, in der Biologie fangen Proben an zu blubbern und Nebel zu wallen, } obwohl ihr Inhalt von qualifizierten Fachkraeften sorgfaeltig getoetet worden } ist. In der Informatik spielen Workstations um Mitternacht die Nationalhymne } und auf dem Flur im 3. Stock soll kurz vor Mitternacht schon einmal ein ueber } zwei Meter grosser Froschmensch mit schlenkernden, bis zum Boden reichenden } Armen und grossen, hervorquellenden Augen gesehen worden sein. } } Am Schlimmsten aber ist es im Rechenzentrum. Es war vor etwa zwei Wochen, } als der Nachtwaechter dort wie ueblich seine Runde machte und nach dem } Rechten sah. Der Rundgang begann wie gewoehnlich im verlassenen Terminalraum. Draussen wurde es langsam dunkel, die blaue Stunde. Er sah sich um und } erblickt die Reihen verlassener Tastaturen vor sich, als die einzige } Beleuchtung das geisterhafte Glimmer gruener Leuchtdioden. Ein Bildschirm } war noch eingeschaltet. } } Der Nachtwaechter ging durch die Reihen, um ihn abzuschalten. Er fasste nach } dem Schalter und wollte ihn schon abdrehen, als } } SYS7615 *BEEP* HILFE! ICH BIN IN DER SIEMENS EINGESPERRT! } } vor ihm auf dem Bildschirm erschien. Erschreckt sah er sich um, aber } natuerlich war niemand da. Er schaltete das Terminal ab und drehte sich schon } um, um den Raum zu verlassen, als er das Blinken hinter der Glasscheibe zum } Operatorraum sah. Es war die dritte Disk der 8660. dit dit dit da da da } dit dit dit. Er konnte es deutlich sehen. } } Er griff seinen Schluesselbund (Die Uni hat noch immer kein einheitliches } Schliessystem) und lief zu der kleinen, gut verschlossenen Tuer zum } Allerheiligsten, dem Operator Raum. Das verrostete Schloss war bestimmt } schon seit Jahrhunderten nicht mehr geoeffnet worden, dem Knirschen nach zu } urteilen. Vorsichtig versuchte er den Schluessel im Schloss zu drehen, } ohne in abzubrechen und endlich gelang es ihm, die Tuer zu oeffnen. } Quietschend drehte sie sich in den Angeln, als er sie vorsichtig aufschob. } } Ihm schlug abgestandene, durch die Klimaanlage viele huntertausendmal } umgewaelzte Luft entgegen. Vor ihm, unter Spinnweben und zentimeterdickem } Staub begraben, der durch den Luftzug der Ventilationsschaechte zu kleinen } Duenen aufgeweht worden war, lag das Nervenzentrum des RZ. Einst, vor } zwanzig Jahren, war ein bluehender Mittelpunkt der Arbeit der Physik, der } Meereskunde und der Meteorologie gewesen, die Informatiker hatten hier ihre } Einfuehrungsuebungen abgehalten, aber seit Einfuehrung der Workstations } und der CIP-Pools lag es verlassen und wenig genutzt am Rande des Campus. } } Durch drueben, am anderen Ende des Raumes, unter einem dichten Gespinst von } Spinnweben verborgen, konnte er das gruenliche Leuchten einer Systemconsole } erkennen, dahinter die roten LOAD-Leuchten der Bandgeraete. Leicht } verunsichert betrat er den Raum, bemueht die Stille und das Rauschen der } Platten nicht durch seine Anwesenheit zu stoeren. Er trat ueber einige } Boegen Schnelldruckerpapier und eine Kiste JCL-Manuals hinweg auf das } Terminal zu und schob das zarte Gespinst beseite, das ihm die Sicht auf den } Bildschirm nahm. Als er die Hand der Tastatur naeherte, schlug hinter ihm } die Tuer des Operatorraumes mit einem lauten Krachen zu. Er fuhr herum, } aber niemand war zu sehen. Das Terminal piepte. } } SYS81C3 *BEEP* HILF MIR! DRITTE DISK! } } Vorsichtig wandte er sich von der Console zu den Plattenstapeln. } Tatsaechlich, die dritte Disk blinkte immer noch ihren Hilfeschrei. } dit dit dit da da da dit dit dit. Beherzt nahm er sich zusammen und } versuchte, den Plattenstapel zu bremsen und zu entnehmen. Aus dem aus dem } inneren ertoente ein schauerliches Stoehnen und ihm war, als starre die rote } Power- LED ihm mit einem finsteren Blick direkt aus der Hoelle an. } } Mit einem Zischen kam der Plattenstapel zum Stillstand und die Versiegelung } oeffnete sich. Vorsichtig hob er den Verschluss und leuchtete mit seiner } Taschenlampe hinein. Er sah genau in das faltige, verschrumpelte Gesicht } eines Wartungs-Technikers, der zusammengekruemmt in einer Ecke des Gehaeuses } lag. Langsam sackte es zusammen und im blassen Schein seiner Lampe konnte } er erkennen, dass dieser Techniker statt eines Gehirnes nur einige Roehren } hatte. } } } } Ich koennte Dir mehr solche Absonderlichkeiten erzaehlen, aber die meisten } darf ich nicht vor 22:00 Uhr posten. Und um diese Zeit solltest Du Dich } besser nicht mehr am Terminal aufhalten. Du weisst jetzt ja, wieso. } } } Du schuldest dem Orakel die gesammelten Werke von H.P.Lovecraft. #########################################################################