Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. Lasst uns wissen was Euch gefaellt! Sendet eine Bewertung dieser zehn Orakularitaeten (verwendet Noten von 1 = miserabel bis 5 = ausgezeichnet) an das Orakel. Eurer Brief muss als Subject: 'vote' oder 'digest' enthalten, und Eure Angabe sollte folgendem Format entsprechen (VOTE am Zeilenanfang!) : VOTE 050: 1 4 3 3 5 3 4 3 1 2 042 06 votes 01212 12111 10032 42000 22011 00123 21021 01311 32100 00222 042 3.0 mean 3.7 2.8 3.8 1.3 2.5 4.3 2.8 3.3 1.7 4.0 043 06 votes 01212 01013 00132 31101 13101 02112 11211 02130 11112 13001 043 3.2 mean 3.7 4.2 4.2 2.2 2.5 3.5 3.0 3.2 3.3 2.4 ##################### Begin of Digest 050 ############################### 050-01 (0174) Selected by: Doris Diedrich Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > wie ich folgendes Problem loesen kann. > > Es fing vor ungefaehr 3 Monaten an mit einem Brief, den ich erhalten > hatte. Darin wurde mir unermesslicher Reichtum in Aussicht gestellt: > ein Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Das einzige, was ich zu > tun hatte, war 10 Leuten, die in dem Brief erwaehnt wurden jeweils > 5000 Mark zu ueberweisen und mich selber unten in die Liste > einzutragen und den obersten Namen zu streichen und den Brief 5 > Freunden weiterzuschicken. > > Dass die Sache sauber war, konnte man bereits daran erkennen, dass > alle 10 erwaehnten Leute des Briefes im selben Haus wohnen (die > Adresse war immer gleich) und alle den selben Nachnamen hatten. Also > war der Brief in einer Familie bereits weitergeleitet worden, und wer > betruegt schon seine eigene Familie. > > Da ich weder 5 Freunde noch 50.000 Mark hatte, bin ich zuerst zur Bank > gegangen, um mir letzteres zu leihen, als Referenz legte ich den Brief > vor. > > Dort wollte man aber weder mein Freund werden, noch mir das Geld > geben, also ging ich zu einem Mann in unserem Dorf namens > Kre. Dit. Hai, offensichtlich ein Fischgeschaeftsbesitzer. Der wollte > mir nicht nur das Geld leihen, sondern versprach mir auch, fuer mich 5 > Freunde zu suchen, denen er den neuen Brief, mit mir an 10. Stelle, > zuschicken wollte. Ausserdem nahm er mir die Arbeit und Portokosten ab > und schickte auf eigene Rechnung das Geld an die Adressaten. > > Und das ganze war sogar sehr billig: Ich zahle Herrn Hai lediglich > einen Zinssatz von 4% im Monat und die Bank wollte 8% im Jahr haben. > Also wollten diese Betrueger von der Kr*issparkass* das 24 fache > nehmen, weil das Jahr ja 12 Monate hat! Hat mir Herr Hai so erklaert > und habe ich auch verstanden. > > Nun warte ich erst 3 Monate und werde also demnaechst unermesslich > reich sein. Dann kann ich mir alles leisten, was ich will, habe tolle > Frauen um mich rum, kann endlich den Fuehrerschein kaufen und dazu > bestimmt auch ein Ferrari. Ich habe mir auch schon viele Sachen von > Qu*ll*, N*ck*rmann und anderen Katalogen bestellt, besitze schon die > vollstaendige Ausgabe des grossen Brockhaus und habe meine > Mietswohnung gekuendigt, weil ich mir bald ein eigenes Haus kaufen > werde. > > Jetzt, da ich ausgesorgt habe, stehe ich nur noch vor dem einen, > einzigen Problem: > > Warum gefriert Wasser ausgerechnet bei genau 0 Grad Celsius? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Ey, eine Anrede und ein bisschen Rumgeschleime sollte schon sein! } Und das viele sinnlose Rumgelabere vor der Frage kostet noch Extrazeit! } } [Finger spielt ueber der ZOT-Taste...] } } Na, ich bin ja nicht so! Aber beim naechsten Mal gibt's keine Antwort, } sondern ein nettes Zot! } } Der Kern Deiner Frage scheint mir folgendes zu sein: } } Ist Herr Hai ein Fischgeschaeftsbesitzer? } } Die Antwort auf diese fuer Dich als Fisch-, Bank- und Kettenbrieflaien } besonders brennende Frage ist "Nein". } } Die Nebenfrage bzgl. des Wassers ist ja offensichtlich unsinnig, da } Wasser natuerlich im allgemeinen *nicht* bei 0 Grad Celsius gefriert. } Sowas gelingt nur ganz selten im Labor. Das einzige, was sich sagen } laesst, ist, dass Wasser eigentlich fast nie bei Temperaturen ueber } 0 Grad Celsius gefriert und dass es eine Temperatur t gibt, unterhalb } derer Wasser eigentlich fast immer gefriert. ######################################################################### 050-02 (0175) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Geliebtes Orakel, dessen Formen meine Sinne verwirren und dessen > Weisheit Balsam fuer meine Seele ist; das zu verehren und hochzu- > schaetzen meine groesste Aufgabe ist; das mit seiner unendlichen > Guete und Freundlichkeit auch die absurdesten Fragen beantwortet; > das mit allumfassendem Wissen Menschen wie mich erhellt, verrate > mir doch bitte folgendes: > > Aeh, was wollte ich denn nun eigentlich fragen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Du wolltest Fragen, warum Dein Hirn in einer Schale neben Dir liegt, in } Deinen Kopf ein Schweinedarm eingebaut wird und ob das alles was mit der } Vorliebe des Chefarztes fuer Hirnsuppe zu tun hat. } } Du schuldest dem Orakel - ach, vergiss es. ######################################################################### 050-03 (0179) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hi Orakel-Schaetzchen, > > sag mal, wie treibt ihr Orakels das eigentlich, damit die kleinen Orakel > herkommen? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Ficken. ######################################################################### 050-04 (017A) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Wertes Orakl, > > ich bin ein armer Prominenter. Mein Beruf tut jetzt nix zur Sache. > Es ist nur so, dass es fuer meinen Beruf wichtig ist, dass sehr viele > Leute mich moegen. Ich lieb sie ja alle und zeig Ihnen das auch fast > taeglich, aber sie koennen und koennen mich nicht leiden. Nun ist es aber > fuer mich besonders wichtig, dass mich bis Herbst moeglichst alle Leute > moegen, sonst bin ich arbeitslos und werd zum Sozialfall, weil ich ja > nix so richtig kann, nicht einmal Englisch. > Kannst Du nicht ein klein bisschen nachhelfen...? > Ich hab schon alles Moegliche probiert. Versuch jedes Jahr abzunehmen, weil > vielleicht bin ich ihnen ja zu fett. Und ausserdem muessen wir doch alle den > Guertel enger schnallen. Moeglicherweise hassen sie mich auch wegen meinem > Dialekt. Aber da kann ich doch gar nichts dafuer. Und immer wieder hoere ich, > dass sie hinter meinem Ruecken Witze ueber mich reissen, dabei bin ich doch > gar nicht so lustig. > Ach bitte Orakel, hilf mir in meiner Not. Wir koennen uns danach auch ueber > Deine staatliche Subventionierung unterhalten.... > > Dein ergebener H. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Lieber H., } } da hast Du aber einen ganz schoenen Haufen Probleme auf einmal. Mir } scheint, Dein Beruf tut doch etwas zur Sache. Es gibt naemlich Berufe, in } denen werden die von Dir geschilderten Schwaechen als Staerken angesehen. } Ja, das weiss sogar der amerikanische Praesident. Ein Berufswechsel wuerde } also Dir und allen, die den Guertel enger schnallen muessen, sehr gut tun. } } Hast Du schon mal ueber Sumo-Ringer nachgedacht? Ein Blick in meinen } Allwissenheits-Speicher beweist: natuerlich nicht! } } Dieser Beruf hat viele Vorteile fuer Dich. Ich werde es Dir beweisen: } } Es ist als Sumo-Ringer nicht mehr so wichtig, dass Dich alle Leute moegen. } Dafuer werden Sie bestimmt Respekt vor Dir haben, was nicht zuletzt an } Deinem Aussehen liegt. Versuch bloss nicht nochmal, abzunehmen! Das } Gegenteil ist jetzt richtig. Englisch sprechen musst Du uebrigens auch } nicht koennen. "Uuugh, uuugh" reicht voellig aus, und das versteht sogar } ein Japaner. Dialekt wird da voellig nebensaechlich. Lustig musst Du auch } nicht sein, und wenn jemand Witze ueber Dich reisst, dann nimmst Du ihn } halt einfach in den Schwitzkasten ... } } Wenn Du Dich beeilst, kannst Du bis zum Herbst eine Umschulung } abgeschlossen haben und damit dem arbeitslosen Sozialfall entgehen. Dazu } noch ein ganz aktueller Geheimtip: } } Ich weiss von einem kollektiven Freizeitpark, der sich in einer bluehenden } Landschaft im Osten von Deutschland befindet. Dort suchen sie noch } haenderingend nach neuen Attraktionen. Eine Bewerbung von Dir als } Sumo-Ringer hat dort bestimmt Erfolg. } } Du schuldest dem Orakel eine stattliche Subventionierung. 050-05 (017G) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Dies war eine weitere Antwort des Orakels: } Tut mir furchtbar leid, rundlicher Fragesteller, es ist leider oberster } Grundsatz des Orakels, sich nicht in politische Angelegenheiten einzumischen, } Ausserdem koennte ich das auch gar nicht. Ich bin zwar allwissend, aber bei } der Politik, die Du in den letzten Jahren verbrochen hast, waere es selbst mir } nicht moeglich, die Leute davon zu ueberzeugen, dass sie Dich moegen. } } Zu Deinen Gewichtsproblemen: Ich wuerde Dir raten, weniger Pfaelzer Saumagen } zu verdruecken. Ich empfehle Dir auch, dieses Gericht nicht so auf auf } Staatsempfaengen auslaendischen Gaesten vorsetzen zu lassen, nicht jeder mag } dieses Gericht. Gorbi z.B. wird heute noch schlecht, wenn bloss daran denkt. } } Du schuldest dem Orakel Deinen Ruecktritt. } } P.S.: Dann moegen Dich die Leute wirklich ! ######################################################################### 050-06 (017H) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hr. O. Rakel, > > ich bin von der Orakelaufsichtsbehoerde ! > > Hab ich Sie schon wieder erwischt, wie Sie sich gemuetlich im Sessel rakeln, > anstatt der Arbeit nachzugehen und Fragen zu beantworten. > Kein Wunder, dass sich die Beschwerden ueber zu lange Wartezeiten > haeufen. > > Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung vorzubringen ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Fruehlingsgefuehle. } } Ja, genau die Gefuehle, die Dich Wurm dazu verannlassen, abends in der } Fussgaengerzone praktisch jeder Frau unter 150 Kilo Lebendgewicht und } 50 Jahren auf den Arsch zu schauen. } Und Dich dazu veranlasst haben, heute morgen im Fahrstuhl deiner } Sekteraerin unter die Bluse zu grabschen. Mal ganz abgesehen von der } Vorfuehrung vorm Novizinnenwohnheim vergangenen Freitag nach der } Sauftour. Und weshalb Du alle 45 Minuten aufs Klo rennst, moechte ich } gar nicht ansprechen. } } Kuemmere Dich also ruhig weiter um mein Arbeitstempo, und ich werde } die Frauenbeauftragte zum Kaffee einladen. } } } Du schuldest dem Orakel ein Glas Honig, rote Kirschen, Erdbeeren, eine } Annanas, alten Burgunder, Kerzen und Massageoel. ######################################################################### 050-07 (017I) Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sei gegruesst, werter Kollege, sag mal, was haelst eigentlich Du von der > neuen Orakelverordnung Paragraph 32768, XIVM. Abschnitt, 2. Absatz, Teil (c) ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Dieser Paragraph hat auch eine metaphysische Dimension: er vereinigt die } spirutelle Absurditaet des Seins mit nicht-konvergenten Linearitaet der Zeit. } Anders ausgedrueckt: Er ist ziemlich ueberfluessig. ######################################################################### 050-08 (017N) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh du weisses, gestreiftes, hochgeschaetztes Orakel > > Du das mit allen Mikroben per Du bist, > Du das alle Einzeller kennst, > Du das alle Viren kontrollierst, > Du das alle Chlorophilen beherrschst, > > sage mir weshalb ich ? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } O Du schwarzer, karierter Fragesteller: } } Diese Frage wird haeufig von Leuten gestellt, die von einer schlimmen Krankheit } befallen sind. Normalerweise kommt: } 1. Stimmt das? } 2. Weshalb ich? } 3. Ist ueberhaupt irgendwas wichtig? } 4. Na und? } } Um Deine Frage zu beantworten: } } Wenn ich, dann vielleicht auch jemand anders. } } Oder, andersrum: } Wenn Du, dann vielleicht auch ich. } } Deshalb gibt's also folgende Antworten auf Deine Frage: } } a) Lieber Du als ich } und } b) wenn schon Du, dann nicht auch noch ich. } } } Damit das klappt, schuldest du dem Orakel } eine Grosspackung Kondome (feucht, Bananegeschmack). ######################################################################### 050-09 (017R) Selected by: "Tom A. Heynemann" Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hochverehrtes Orakel, bitte sage mir kleinem Fragesteller, > > was bedeutet Z.O.T., welches ich schon manchmal in den Orakel-Digest > gelesen habe? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } So, Du weisst also nicht, was ZOT, huch ######################################################################### 050-10 (017S) Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Oesterliches Orakel, hilf mir aus meiner Not. > Seit langem schon bin ich ein grosser Basketballfan. Bis heute > konnte ich mir jedoch keinen eigenen Ball leisten. > > Jetzt habe ich von einem Bekannten erfahren, dass in den > Kinder-Ueberraschungseiern neuerdings auch Basketbaelle sind. > Lieb von ihm, dass er mir das verraten hat, wo er doch sonst nie besonders > nett zu mir war. > > Nun, wie man Peppy Pingos durch Schuetteln der Eier am Geraeusch erkennt, > weiss ich bereits (ein leises Tick Tick beim Drehen im Uhrzeigersinn). > Auch die Geraeusche von 14 anderen Beilagen kann ich im Schlaf erkennen. > (Nach 46 Eier bekommt man ein wenig Uebung - und Magenschmerzen.) > > Hier nun meine Frage: > > Wie kann ich durch Schuettel herausfinden, in welchen Eiern sich ein > Basketball befindet? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Wenn du ein grosser Basketballfan bist, wie du vorgibst, dann weisst } du auch, wie so ein Ball in der Hand liegt. Wenn du also wieder im } Geschaeft bist, dann nehme dir ein Ei, und suche dir ein Korb. } Versuche nun aus etwa 10m Entfernung das Ei in den Korb zu werfen, als } sei es ein Basketball. Triffst du den Korb, so ist mit fast an } absoluter Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Basketball drin, } wenn du daneben wirfst eben etwas anderes, oder du bist so schlecht, } dass du mit dem Basketballspielen aufhoeren solltest. } Ausserdem ist das spielen mit Eiern nichts fuer Erwachsene. } } Du schuldest dem Orakel vier Happy Hippos. #########################################################################