Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. Lasst uns wissen was Euch gefaellt! Sendet eine Bewertung dieser zehn Orakularitaeten (verwendet Noten von 1 = miserabel bis 5 = ausgezeichnet) an das Orakel. Eurer Brief muss als Subject: 'vote' oder 'digest' enthalten, und Eure Angabe sollte folgendem Format entsprechen (VOTE am Zeilenanfang!) : VOTE 055: 1 4 3 3 5 3 4 3 1 2 047 07 votes 31120 12031 00420 01222 00241 00223 01123 00331 00232 02230 047 3.5 mean 2.3 3.1 3.3 3.7 3.9 4.1 4.0 3.7 4.0 3.1 048 09 votes 21321 00450 14220 00441 12231 01440 12222 14112 22122 01215 048 3.2 mean 2.9 3.6 2.6 3.7 3.1 3.3 3.2 2.9 3.0 4.1 ##################### Begin of Digest 055 ############################### 055-01 (01DC) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Wenn Descartes sagt: "Ich denke, also bin ich!" , hat er dann recht gehabt? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Nein. Es muss richtig heissen: } "Ich denke, also denke ich, dass ich bin." } } genauer: } "Ich denke, also denke ich, dass ich denke, dass ich bin" } } d.h., wenn man's praezise nimmt: } "Ich denke, also denke ich, dass ich denke, ich daechte ich waere" } } .. was aber immer noch nicht ganz stimmt. Es muss heissen: } "Ich denke, also denke ich, dass ich denke, ich daechte, } dass ich denke, ich bin" } } also exakt gesagt: } "Ich denke, also denke ich, dass ich denke, ich daechte, } dass ich denke, ich denke, dass ich bin" } } ...was strenggenommen etwas unpraezise ist. Formulieren wir es so: } "Ich denke, also denke ich, dass ich denke, ich daec^&886hjk)_0=23'[Op.. } panic - hardware stack overflow. system halted } dumping - done } automatic reboot in progress... } } Mon 11.04.1994, 16:44 } orakel login: _ ######################################################################### 055-02 (01DH) Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hallo allwissendes Orakel, > > so sage mir doch bitte warum die Zahl Pi (3.14...) kein Ende hat, und > warum die Sache mit dem Weltfrieden so lange dauert. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } 1. Die Zahl PI ist eine irrationalzahl. Diese sind "endlos", da die } Menge der reelen Zahlen ueberabzaehlbar viele Elemente enthaelt. Und das } erstaunlicherweise obwohl die reelen Zahlen letztenendes nichts anderes } sind, als ein bisschen rumgerechnere mit natuerlichen zahlen. Und die } sind ja bekanntermassen abzaehlbar. } } 2. Der Weltfrieden dauert aus genau dem selben Grund solange. Die Menge } der Meinungen der Menschen ist naemlich ueberabzaehlbar obwohl } erstaunlicherweise die Menge der Menschen nur abzaehlbar ist. Dies } fuehrt zu ueberabzaehlbar vielen Meinungsverschiedenheiten, die wiederum } zu ueberabzaehlbar viel Unfrieden. } } Du schuldest dem Orakel eine bestandene Mathematik-A Pruefung. ######################################################################### 055-03 (01DQ) Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > warum sind Computer so doof? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Weil sie noch nicht mal bis 2 zaehlen koennen ######################################################################### 055-04 (01DS) Selected by: (Keks) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Warum muss man, wenn man sich zum Vordiplom anmelden will, ein > Abiturzeugnis vorlegen, wo man dieses schon einmal fuer die > Immatrikulation brauchte. Und warum muss man dann beim Diplom nocheinmal > genau das selbe Abiturzeugnis vorlegen? > > Ein voellig verwirrter Sterblicher wartet ungeduldig auf Antwort... Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Meine Guete, diese Menschen sind ja manchmal SOWAS von naiv! Na gut, ich } werd's dir erklaeren: } } Du setzt voraus, dass man aus dem Besitz eine Immatrikulations- } bescheinigung bzw. der Anmeldung zum Vordiplom den Besitz eines } Abiturzeugnisses schliessen kann. Wenn dem so waere, waere es natuerlich } voelig ueberfluessig, so ein Zeugnis jedesmal wieder vorzeigen zu muessen. } Das wiederum liesse auf Ineffizienz oder Dummheit der Univerwaltung } schliessen, was im Widerspruch zur Universitaet als Ansammlung von } Intelligenzbestien steht. DARAUS FOLGT - na? - dass die Voraussetzungen } falsch waren, es also noch mehr Wege zu Erlangung der Immatrikulation bzw. } der Anmeldung zum Vordiplom gibt. } } Sind dir noch nie die Schlitze am Tresen des Sekretariats aufgefallen? } Dahinein kann man bunte Zettel stecken, ausgegeben von der Deutschen } Bundesbank! Sie gelten als vollweriger Ersatz fuer den Besitz eines } Abiturzeugnisses. Dieser "Nullte Bildungsweg" wurde kuerzlich beschlossen, um } a) dem latenten Geldmangel der oeffentlichen Kassen entgegenzuwirken und } b) die Studienzeiten zu verkuerzen. } McKinsey hat ausgerechnet, dass die Einnahmen den zusaetzlichen } Verwaltungsaufwand des Zeugnisueberpruefens mehr als rechtfertigen. } } Du siehst also, der Besitz eines Zeugnisses ist bares Geld Wert! } } Du schuldest dem Orakel eine aktualisierte Pruefungsordnung. ######################################################################### 055-05 (01DX) Selected by: "Tom A. Heynemann" Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > was ist ein ZOT? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Was ein ZOT ist ? } } Ja, sag' einmal, was hast Du fuer ein Terminal ? } Die Terminals, die bei uns hier stehen, haben alle so eine rote Taste } rechts oben, bei der ZOT draufsteht. } Diese ZOT-Taste ermoeglicht einen erweiterten Kommunikationsmodus, der } die Uebertragungsleistung ueber das Internet stark verbessert. } Aber es gibt eine Moeglichkeit: Vielleicht hat Dein Terminal eine } sogenannte 'passive ZOT capability', d.h. wenn von einem anderen System } ein ZOT-Systemcall oder ZOT-Signal (ein sogenannter SIGZOT, siehe } ) ankommt, dass zumindest in einer Richtung diese } erweiterten Faehigkeiten ermoeglicht werden. } Warte ein mal, ich probier's mal ... } } [ZOT] } } ... so, jetzt muesste es gehen ... } Hallo, .... *HALLO* ... *klick* *klick* *klick* ... Hallo, Fraeulein, } wir wurden getrennt, ... *HALLO!!!* ... } } Mist, aufgelegt. Das ist jetzt schon das x-te Mal, dass mir das passiert. } Keine Manieren mehr, wirklich ... ######################################################################### 055-06 (01E6) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Orakel, der du mit Nachnamen Nessie heisst, > der du mit wenigen weisen Worten meinen Tag zu erheitern vermagst, > der du das Internet mit vielen, vielen MBauds fuellst, > sage mir: > Ich glaube, mein Hamster bohnert. Dazu folgende Fragen: > 1. Woher hat er das Bohnerwachs? > 2. Kann das meinem Teppich eigentlich irgendwie schaden? > 3. Ist Bohnerwachs fuer Hamster gesundheitsschaedlich? > 4. Darf ich ihn kommerziell als Raumpfleger vermieten? > 5. Muss ich fuer ihn dann Sozialabgaben entrichten? > 6. Kann ich ihn als Haushaltshilfe von der Steuer absetzen? > Bitte, o Orakel, antworte, bevor die karge Lebensspanne meines Hausgenossen > ablaeuft! Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } 1. Er hat Bohnen gehamstert und kocht sich sein Wachs selbst. } 2. Meine Mutter hat mir immer verboten, Teppiche zu bohnern. } 3. Die Dosis machts (Paracelsus). Wenn man ihm auf einen Schlag } mehr als sein Eigengewicht an Bohnerwachs fuettert, platzt er. } 4. Wenn die Vorschriften des Arbeitnehmerueberlassungsgesetzes } eingehalten werden, ja. } 5. Wenn er mehr als (ungefaehr) 500 DM pro Monat verdient, ja. Er } hat dann aber auch Anspruch auf Rente ab dem 65. Lebensjahr. } 6. Nur als Aushilfs-Haushaltshilfe, da das Berufsbild einer Haushalts- } hilfe umfassender ist als die eines Bohner-Hamsters. Und er darf } kein Familienmitglied sein. ######################################################################### 055-07 (01EL) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh weises und allwisendes Orakel, was ist eine Orakularitaet? > Und gibt es dafuer kein kuerzers Wort? Dein Orakel-Klempner Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Erste Antwort: } 1. a : Ein Fragesteller, der bereits viel Erfahrung im Umgang mit Orakeln hat } und deshalb als Ratgeber in Orakelfragen dienen kann. } b : Ein Orakel, das sich durch die Qualitaet seiner Antworten als besonders } weise und wissend qualifiziert hat. } } 2. a : Genauigkeit, mit der das Orakel eine Frage beantwortet. Haengt oft davon } ab, wie genau die Frage gestellt wurde. } b : Das Mass an Klarheit, wie eine Frage beantwortet wird. Manche } Konkurrenzorakel neigen dazu, Fragen durch Gegenfragen, Raetsel oder } Gedichte zu beantworten, was wenig Orakularitaet hat. } } Zweite Antwort: } (mit wenig Orakulaitaet): Doch. } } (mit mittlerer Orakulariatet): } Teils, teils: } 1. a : Doch, naemlich "Orakel-Guru", "Olli", "Orakel-Klempner" } b : Doch, naemlich "Ich" } } 2. a : Noe. } b : Ich sag nicht ja, ich sag nicht nein, } Warum denn auch? Es kann ja sein! } Warum suchst Du ein kurzes Wort? } Sprichst Du es aus, ist es schon fort! } Oeffnest den Mund, hauchst einen Ton, } Der saust davon: Wer hoert das schon? } } Drum pruefe lange, bevor Du klagst, } Ueberleg Dir gut, bevor Du fragst, } Denk bevor Du etwas sagst! } Nur kurz bedacht und leis' gesprochen, } Ist's ein Scheiss', so wie erbrochen... } } } Du schuldet dem Orakel ein Literaturpreis. ######################################################################### 055-08 (01F5) Selected by: "Tom A. Heynemann" Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Schweizer Milchprodukte-Orakel, > o du Emmentaler, Greyerzer, Appenzeller oder wo sonst Deine Schaltkreise ihre > Elektronen bewegen, > sage mir in Deiner unendlichen schokoladegetraenkten Weisheit die Antwort auf > die Frage: > Was war zuerst da, der Schweizer oder der Kaese? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Der Schweizer (also der Bewohner der Schweiz) und der Schweizer } Kaese sind eine Parallelentwicklung der Evolution. } Seit die ersten Schweizer den aufrechten Gang entdeckt hatten, } stellen sie Kaese her, der, genau wie sie selbst, einen langen } Weg zur Reife zu gehen hat. } } Und genau wie es viele verschiedene Schweizer gibt (man vergleiche } Zuercher und Basler), gibt es auch verschieden Kaese. } Der Kaese, den die Schweizer manchmal verzapfen, ist sogar von } Individuum zu Individuum verschieden, sodass eine breite } Vielfalt von Geschmacksrichtungen vorhanden ist. } } Du schuldest dem Orakel eine Einladung zu einem Kaesefondue. ######################################################################### 055-09 (01FJ) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh, du allmathematisches Mathakel, sag mir, ist es war, dass: > > n!~sqrt(2PIn)(n/e)^n > > und wenn ja, warum? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Mal ernsthaft: Ich weiss es zwar auch nicht genau, aber es haengt wohl } irgendwie mit der Gamma-Funktion zusammen. z.B. ist Gamma(1/2)=sqrt(pi). } Siehe auch Bronstein: "Taschenbuch der Mathematik",23. Aufl., S. 103 } (Kap. 2.2.1.1 Fakultaet und Gammafunktion). } } Du schuldest dem Orakel einen Literaturhinweis. } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Goetterbote ######################################################################### 055-10 (01FO) Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Orakel, sag mir: Warum? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Welch muessige Frage stellst Du mir, oh Sterblicher! Geringes Nachdenken } haette Dir sofort verraten, wie es um unsere Welt stuende, haette nicht } jede Tat ihre gerechten Folgen: } } - Vom gemeinen Buerger wuerde Kenntnis aller Gesetze erwartet, waehrend } dem Juristen und Politiker "Rechtsirrtuemer" zugestanden werden. } - Kurt Cobain wuerde sich eine Kugel durch den Kopf jagen, waehrend } Michael Jackson weiterhin in seinem Reichtum schwelgen wuerde. } - Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten wuerden Firmen Arbeiter entlassen, } und nicht die, die fuer die Schwierigkeiten verantwortlich waeren. } - Das Orakel wuerde auf undankbare Fragen ohne jegliche Schmeicheleien } ausfuehrliche Antworten erteilen, anstatt den Fragesteller zu ZOT'en. } } Doch siehe, die Welt ist gerecht und laesst nicht zu dass solches geschieht. } } Das Orakel, inkarniert als Salomon, der Salbungsvolle #########################################################################