Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. Lasst uns wissen was Euch gefaellt! Sendet eine Bewertung dieser zehn Orakularitaeten (verwendet Noten von 1 = miserabel bis 5 = ausgezeichnet) an das Orakel. Eurer Brief muss als Subject: 'vote' oder 'digest' enthalten, und Eure Angabe sollte folgendem Format entsprechen (VOTE am Zeilenanfang!) : VOTE 065: 1 4 3 3 5 3 4 3 1 2 052 11 votes 01262 22421 30251 20036 11234 23420 52031 30233 14231 19010 052 3.1 mean 3.8 2.8 3.1 4.0 3.7 2.5 2.4 3.3 2.9 2.1 053 11 votes 00434 02153 13322 12152 20342 02162 00137 15121 13320 13320 053 3.4 mean 4.0 3.8 3.1 3.5 3.4 3.7 4.5 2.7 2.7 2.7 ##################### Begin of Digest 065 ############################### 065-01 (01N4) Selected by: jerry@uni-paderborn.de (Gerald Siek) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh, Du weisestes Orakel der Informatikergemeinde, das sich mit den > Komponenten eines Rechners so gut auskennt, wie mein Sohn mit > seinem Duplo-Baukasten, bitte erloese mich von meiner Verwirrung. > > Eben habe ich erfahren, dass in meiner Workstation eine Pipeline > ist. Ist sie fuer Gas oder Oel ?? Und wo bitte gehen die Abgase > hin, einen Auspuff habe ich nicht gefunden. Oder ist der am > Fileserver (der steht in einem anderen Raum, also konnte ich > nicht nachsehen) ? > Droht mir Unheil und sollte ich zukuenftig nur noch im Freien > programmieren ?? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Tja, da kann ich Dir keine sonderlich beruhigende Antwort geben. Du weisst, } irgendwie muss ja Deine Workstation die Energie zum Arbeiten herbekommen, } die Dir fehlt (haettest Du diese Energie, braeuchtest Du keine Workstation, } sondern koenntest alles selbst machen). } } Die Pipeline dient dazu, der Workstation diese Energie zuzufuehren. Dabei } gilt die Regel: Je groesser die Workstation (gemaess Volumen), desto hoeher } ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Energieerzeugung in Deiner Station } stattfinden. Im Normalbetrieb reicht ein offenes Fenster zum Abzug der } Abgase (die dann durch den sogenannten 0-1-Katalysator schadstofffrei sind), } aber bei steigender Belastung (Bsp.: bei manchen Unix-Maschinen: einfach } 'uptime' eingeben: Normal: Werte unter 0.25, kritisch: Werte darueber) } solltest Du entweder die Station hinausstellen (viele neuere Buero- oder } Unigebaeude haben einen Balkon - jetzt weisst Du, warum!) oder genau } unter eine Klimaanlage stellen (moeglichst unter dem Brauchluftabzug) } (jetzt weisst Du auch, warum in den Buero-/Unigebaeuden Klimaanlagen sind!). } } Hast Du jedoch eine kleine Station, so wird auch die Pipeline beim } Fileserver enden. Fuer Dich besteht dann keine Gefahr, solange Du Dich } nicht in den Raum begibst, wo der Fileserver steht (aus diesem Grund } steht er in separaten, oft verschlossenen Raeumen). Denn bei } Fileservern wird die kritische 0.25-Marke (ab der dann nicht nur 0'en } und 1'en erzeugt werden, sondern auch 0.5-Radikale) in der Regel } ueberschritten. } } Du schuldest dem Orakel 2 Liter Benzin, das verbraucht wurde, um Deine } Antwort zu bearbeiten. ######################################################################### 065-02 (01N6) Selected by: ziegler@cip1.uni-hannover.de (Guido Ziegler) Selected by: jerry@uni-paderborn.de (Gerald Siek) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hallo Orakel, das Du alle Krimis von Goethe und alle Gedichte von Christie > kennst, Du bist der einzige, der mir noch weiterhelfen kann: > > > Ich bin ein Dichter aus Kirchheim/Teck > und versuche mich oft an 'nem Limerick, > doch was ich auch tu' > es kommt nicht dazu, > die letzte Zeile reimt sich nicht und wird auch meist zu lang, weil ich zuviel hineinpacken will. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Ich bin das Orakel, } les' gern Dein Gekrakel, } doch muss ich gestehn, } hab' das selbe Problem, } denn wenn man eine Message rueberbringen will geht einem das Gereime doch ziemlich schnell auf die Nerven. ######################################################################### 065-03 (01N8) Selected by: wanagin@kingkong.escape.de (Ulf Bahrenfuss) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Selected by: budnik@deep-thought.biologie.uni-freiburg.de (Anne Budnik) Selected by: jerry@uni-paderborn.de (Gerald Siek) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh, Du allwissendes Orakel, dass die Farbe von Buntstiften mit > verbundenen Augen am Geschmack erkennen kann, bitte gib mir > eine Antwort. > > Ich weiss, dass ein NOT-Gatter einen Ein- und einen Ausgang hat. > Wieviele Notausgaenge hat es aber ?? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Das ist eine gut Frage. Natuerlich hat ein NOT-Gatter einen NOT-Ausgang. } Derist allerding gut versteckt. Um ihn freizulegen, gehst du wie folgt vor: } } Nimm das Gatter und drehe es auf den Ruecken. (so dass die Pins nahc oben weisen.) } Nimm eine breite Krokoklemme und verbinde sie mit allen Pins der linken } Seite. Nimm noch eine Krokoklemme und verbinde sie mit allen Pins } der linken Seite. } } Dann nimmst du ein Kabel und verbindest die linke Krokoklemme mit } dem linken Loch in der naechsten Steckdose. (Vorsicht Starkstrom) } Die rechte Klemme verbindest du mit dem rechten Loch in der Steckdos. } } Es knallt, es rauscht, und schon liegt der NotAusgang des Gatters frei. } Wie es mit Notausgaengen so ueblich ist, sollte man sie aber nut im Notfall } benutzen. Diesen hier kann man nur einmal benutzen. } } P.s.: Zur Not tut es auch eine starke Autobatterie statt der Steckdose. } (Es knallt dann nicht so laut, ist aber fuer Nicht-Elektriker sicherer) } } Du schuldest dem Orakel einen kreativen Feuerwerkskoerper und ein } Schaffot fuer boeswillige GALs. ######################################################################### 065-04 (01NC) Selected by: wanagin@kingkong.escape.de (Ulf Bahrenfuss) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh, Du mein geliebtes Orakel, Sinngeber meines Lebens, das sich von > keinem Vertreter auf's Kreuz legen laesst, was ist eine > "Haftpflicht" und was ist eine "Deckungssumme" ?? > Soll ich diesem Verein beitreten, oder ist das was schweinisches ?? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Ungebildeter Barbar! Es wird hoechste Zeit, dasz Du mal wieder Kontakt } aufnimmst zu Deiner oertlichen Muse oder Deiner oertlichen Leihbibliothek! } Falls sich die Muse ueberhaupt noch an Dich erinnern kann bzw. die Leih- } bibliothek nicht inzwischen durch das Etablissement eines Fritten-Tycoons } oder einer Videotheken-Kette ersetzt worden ist, dann lasse Dich belehren } bzw. belehr Dich selber ueber den Kult des Versicherungswesens. Dieser } Kult genieszt weite Verbreitung und grosze Anhaengerschaft in vielen } Teilen der bewohnten und als zivilisiert bezeichneten Welt. Die "Haftpflicht" } nun ist ein Gottheit dieses Kultes, die in jedem Tempel angebetet wird. } Andere, nicht weniger wichtige Goetter, werden mit "Hausrat" oder "Leben" } oder aehnlich bedeutsam-bedrohlich klingenden Namen bezeichnet. Die Tempel } sind sich alle sehr aehnlich in Architektur und Inventar. Sie sind, ebenso } wie der Ritus des Kults und das Auftreten der Priesterschaft, nach neuesten } psycholgischen Erkenntnissen optimal abgestimmt auf das Nervenkostuem und } die Seelenlage der Pilgerscharen, die kommen zu huldigen der Haupt-Gottheit } mit Namen "Haben". Die Anhaenger des Kults verehren die Gottheiten als } maechtige Gewalten, denen sie, je nach Glaubensstaerke, kleinere oder } groeszere Opfergaben darbringen. Die kleineren Opfergaben nehmen oft die } Form von regelmaeszigen Geldgeschenken an, deren Hoehe die Hohenpriester } peinlich genau und mit viel Sachverstand ermitteln und die der Glaeubige } dann an einen Tempel seiner Wahl abliefert. Man findet erstaunlich oft } erheblichen Fanatismus in diesem Kult, bei dem sich der Glaeubige auch nicht } scheut, der Haupt-Goettin "Haben" seine Freiheit, seine Gesundheit oder gar } sein Leben respektive Entsprechendes Anderer zu opfern. Die Priester des } Versicherungskults werden sorgfaeltig vorbereitet, das tiefe, ueber } Generationen weitergegebene heilige Wissen, zu wahren und zu mehren. } Besonderes Koennen entfaltet der erfahrene Priester darin, heiligen Schrecken } zu erzeugen und aufrechtzuerhalten, auf dasz der Unglaeubige glaeubig und } der Glaebige nur noch glaeubiger daraus hervorgehe, beide aber erleichtert. } "Deckungssumme" ist dabei eines der Worte mit augenscheinlich magischer } Wirkung: Oft beobachtet man naemlich bei Anhaengern des Kultes, dasz sie } sich nach Nennung dieses meist im Zusammenhang mit einer fuer den Anhaenger } hohen Zahl gebrauchten Wortes veraendern, so als haetten sie ploetzlich } etwas sehr wertvolles erhalten oder als haette ihnen jemand, den sie sehr } bewundern, anerkennend die Hand geschuettelt. Im Ritus des Kultes werden zwar } sehr oft Haende geschuettelt, erhalten tun jedoch meist nur die Priester und } (in horrendem Ausmasz) die Tempel etwas, sehr selten jedoch die einfachen } Glaeubigen. Insgesamt also schon etwas Schweinisches. } Dir, Barbar, der Du immernoch nicht in ein Buch hineingeschaut hast, und } schon deswegen mit 250% eingestuft zu werden verdienst, empfiehlt das Orakel } den Kauf eines stabilen Fahrrads samt Helm. } } Du schuldest dem Orakel zehn Aktien eines Tempelbetreibers oder eine } unterbrechungsfreie Stromversorgung. ######################################################################### 065-05 (01NE) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hallo, Orakel, > > hier ist Dagobert. Ich habe eine... > > Achtung, Achtung, hier spricht die Polizei! Sie sind umzingelt. Heben Sie > die Haende ueber den Kopf und verlassen die Telefonzelle. Gegenwehr ist > zwecklos. Bei Fluchtversuch werden wir schiessen... Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Dagobert gruesst seinen Neffen! } } Du schuldest dem Orakel 1,4 Millionen DM. } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Goetterbote ######################################################################### 065-06 (01NF) Selected by: wanagin@kingkong.escape.de (Ulf Bahrenfuss) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sach mal, Orakel, wie is das: Heisst Gnuplot Gnuplot, weil man damit nur Gnus > zeichnen kann, oder weil alle Bilder von einem Gnu geplottet werden? Sind > Antilopen da nicht besser fuer geeignet? Oder Wasserbueffel? Und was ist > mit Gnu C? Oder Gnu Emacs? Sach Bescheid, wenn Du die Antwort raushast und > schreib mir se dann. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Obgleich ich ein paar Lobeshymmnen vermisse, will ich Dir trotzdem } ausnahmsweise antworten, da ich heute einen grosszuegigen Tag habe. } } Gnuplot heisst deswegen Gnuplot, weiles ganz auf die Beduerfnisse } von Gnus zugeschnitten ist. Das heisst, es geht besonders auf die } Faehigkeiten von Gnus ein. } Antilopen sind deshalb nicht geeignet, da sie zu schnell waeren und } so ein Computer einfach nicht nachkaeme. } Wasserbueffel wiederum leben - wie der Name schon sagt - im Wasser. } Nun ist aber Wasser so ziemlich das schlimmste, was einem Computer } passieren kann (abgesehen vielleicht von einem Virus). } Allerdings habe ich von Geruechten gehoert, dass bald ein } Chamaeleonplot herauskommen soll, das besonders auf dynamische } Farbgebung zugeschnitten ist (Datenschutz durch Diagrammtarnung). } } Du schuldest dem Orakel ein Gnu. } } Das Orakel, inkarniert als diese Antwort. ######################################################################### 065-07 (01NG) Selected by: wanagin@kingkong.escape.de (Ulf Bahrenfuss) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh du allwissendes Orakel, das auf jede Frage eine Antwort hat, so > gebe mir doch auch Antwort auf meine Frage, die ich, obschon du sie > ja als allwissendes Orakel bereits weisst, hier aufschreibe: > Warum macht der Computer nicht, was ich von ihm will? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Computer haben einen Grundsatz, den sie stets befolgen: Tue nie, was der } Benutzer ("User") von dir will, sondern stets, was er Dir eingibt. } Dies funktioniert allerdings auch nur unter einigen Bedingungen: } 1. Der Netzstecker ist angeschlossen. } 2. Der Netzschalter ist angeschaltet. } 3. Der Computer ist nicht "abgestuerzt". } 4. sonstige grundsaetzliche Probleme sind nicht vorhanden. } Betrachte Deinen Computer also nicht als willenlosen Arbeitssklaven, der } alles tun muss, was du von ihm willst. In Wirklichkeit hat er so seine } Eigenheiten (die nach dem oben gesagten eigentlich deine Eigenheiten sind). } Er projiziert lediglich _deine_ Fehler auf einen Bildschirm. Somit kann } er vielleicht sogar eine psychiatrische Behandlung ersetzen und durch } Selbsterkenntnis einen ersten Weg zur Besserung weisen. } } Du schuldest dem Orakel eine Sitzung beim Psychotherapeuten. } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Goetterbote ######################################################################### 065-08 (01NH) Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Orakel, Mentor der west- und gesamtdeutschen Politik, Experte fuer > deutsch-amerikanische Beziehungen, Mitwisser der gesamten Stasi-Akten, > stimmt es, dass unser B.K. Helmut "Birne" Kohl bei der Stasi als > I.M. "Sumo-Ringer" gefuehrt wurde, und dass dies von einem CIA-Agenten > namens B. Clinton aufgedeckt wurde? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Nein, der Deckname war "B. Clinton", und der CIA-Agent war } Sumo-Ringer! } } Du schuldest dem Orakel eine Birne. } } Das Orakel, inkarniert als diese Antwort. ######################################################################### 065-09 (01NI) Selected by: jerry@uni-paderborn.de (Gerald Siek) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Orakel, Kenner der Weltliteratur, Besitzer der groessten Plattensammlung > westlich des Mississippi: > Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblie-hie-ben? > Sag mir wo die Blumen sind, was ist gescheh'n? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Ich liebe es, wenn mir Blumenkinder schreiben. } } Wo sind sie hin? Sie wurden vonn den Kuehen und Pferden und sonstigem } Getier gefressen, weil Du als Vegetarier nicht dafuer sorgst, das die } Tiermenge auf kleinem Niveau gehalten wird. } Das wars, was ich von den beiden Bruedern rauskriegen konnte. } } Du schuldest dem Orakel einen Gutschein fuer Fleurop ######################################################################### 065-10 (01NJ) Selected by: jerry@uni-paderborn.de (Gerald Siek) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > O Orakel, Du vielsprachiger Alleskoenner, groesstes Sprachgenie der Welt- > geschichte, Kenner der deutschen Sprache, mit dem sich kein anderer messen > kann: > Warum heisst das Programm, mit dem ich hier gerade arbeite, eigentlich > "Microsoft Windows"? Muessen denn diese staendigen Anglismen sein? Ist > die deutsche Sprache denn nicht schoen genug, um sie zu verwenden? Oder > befuerchten die fremdsprachenverwendenden Autoren, man koennte sie gar > verstehen, wenn sie denn deutsch schrieben? > Also ernsthaft: Ich wuerde "Kleinweich Fenster" viel schoener finden und > das Programm unter diesem Namen viel lieber benutzen. Und wie schoen ware > es, mit Programmen wie "Wort fuer Kleinweich Fenster", "Corel Zeichnen fuer > Kleinweich Fenster" oder gar "Kleinweich Fenster Schreib" zu arbeiten! > Sage mir, o Orakel, warum nur immer diese Anglismen in der Computerbranche > (deutsch: Berechner-Zweig)? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Unwuerdiger, der das Orakel immer wieder mit Computerfragen belaestigt, } obwohl ich ueber das Zeitalter schon lange hinaus bin. } Du magst also MS Windoofs nicht, tja ich auch nicht, und darum mache ich } mir auch keine Geanken ueber andere Begriffe;-( } Aber vielleicht solltest Du sie mal den Leuten von MS vorschlagen #########################################################################