Dies ist ein Orakel-Digest, eine Auswahl der letzten paar Orakularitaeten. Um alles ueber das Usenet Orakel, und wie man daran teilnimmt, herauszufin- den schickt eine Mail an orakel@nessie.cs.id.ethz.ch mit dem Subject: hilfe. Lasst uns wissen was Euch gefaellt! Sendet eine Bewertung dieser zehn Orakularitaeten (verwendet Noten von 1 = miserabel bis 5 = ausgezeichnet) an das Orakel. Eurer Brief muss als Subject: 'vote' oder 'digest' enthalten, und Eure Angabe sollte folgendem Format entsprechen (VOTE am Zeilenanfang!) : VOTE 087: 1 4 3 3 5 3 4 3 1 2 078 15 votes 04452 47220 38310 38310 12471 02481 00654 11643 12543 00357 078 3.2 mean 3.3 2.1 2.1 2.1 3.3 3.5 3.9 3.5 3.4 4.3 079 11 votes 12142 04421 22124 13430 51140 12422 02522 04430 11450 01253 079 3.1 mean 3.4 3.0 3.4 2.8 2.4 3.2 3.4 2.9 3.2 3.9 ##################### Begin of Digest 087 ############################### 087-01 (0272) Selected by: Crowley Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Hallo Orakel, > > Wir sind gut an unserem Urlaubsort angekommen. 10 Stunden Fahrt ohne Stau. > wie geht es dir. Mir geht es gut. Das Wetter ist hier sehr schoen. > Gestern war ich im Mee schwimmen. Das Wasser ist sehr warm. gefaellt es echt gut hier. Morgen fahren wir in die naechste Stadt. > Wir gucken uns dort ein bisschen um. Aber nun zu Dir > Mein Pappi hat gesagt, das Charlies Pappi gesagt hat,dass soo unglaublich > schlau bist, dass man einen 20 Tonner LKW braeuchte, um Dich > abzutransportieren. Stimmt das?? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Noe. Meine Schlauheit ist so gross, dass die Erde allein durch meine } Gravitation wie eine Melone, die ohne Helm aus 20 m Hoehe faellt, zer- } drueckt wuerde. Zum Glueck befinde ich mich nicht in der Naehe deines } Planeten (Nessie leitet die Mails immer per Subraumkommunikation an mich } weiter. Naeheres um 16.00 auf SAT1. Wenn du das im Urlaub empfangen kannst) } Und Charlies Pappi hat mir noch nie geschrieben und ich ihm auch nicht. } Der ist also ein alter Angeber. Und sag deinem Papi (spricht der immer } noch wie Gert Haucke?), er soll nicht alles glauben, was Charlies Pappi } sagt. Ausserdem hast du da was verdreht. Es heisst: "Pappa, Charlie sagt, } sein Vater hat gesagt..." Also gibst du Charlies Pappas Aeusserungen an } deinen Pappa weiter und nicht umgekehrt. } } Du schuldest dem Orakel die Auskunft, warum du nicht mehr im Rundfunk } zu hoeren bist!!! } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Wackelpudding, aeh Goetterspeise, } ich meine natuerlich Goetterbote. Warum denke ich bloss immer ans Essen? ######################################################################### 087-02 (0273) Selected by: Gerald Siek Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Selected by: Crowley Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Wie, oh Orakel, haeltst du das eigentlich alles aus? Fragesteller, die zu > 99 % immer wieder dieselben 10 Fragen stellen ("Wie krieg ich ihn/sie rum", > "Was ist ZOT", "Warum ist die Banane krumm", "", "Was soll ich dich fragen", > "Warum macht mein Computer nicht, was ich will", "Hey Lisa, willst nicht mal > mit mir ausgehen", Thema "42", "Wie wird's Wetter", ...) und sich ausserdem > noch erdreisten, deine Allwissenheit in Frage zu stellen; Inkarnationen, die > zu 95 % immer nur dieselben 2 Antworten geben ("zot", "ZOT") und Priester, > die zu 100 % bloss an Fragestellern und Inkarnationen rummeckern! > Dazu beherrschen die alle keine Rechtschreibung, verwechseln immer "dass" > und "das", ersetzen Umlaute durch merkwuerdige Zeichen, damit es dir nur > nicht zu einfach gemacht wird, schreiben manchmal gnadenlos alles in > Kleinbuchstaben, setzen Kommas, wo sie wollen, und keine Kommas, wo sie > hingehoeren wuerden. Und obwohl du in deiner gnaedigen Guete ihnen die > Arbeit abnehmen willst und bei der Weitersendung von Antworten die Frage > automatisch davorschreibst, stellen sie sich stur und wiederholen die > Frage in der Antwort noch mal im vollen Wortlaut, ja sie weisen in ihrer > Dreistigkeit auch noch mit ">" auf diesen Frevel hin! > Hast du da nicht manchmal die Nase voll und wuerdest am liebsten alles > hinschmeissen? Einfach mal streiken? Sollen doch alle mal sehen, wie sie > ohne dich klarkommen!? > Dann komm zu mir! Du kannst es dir auf meiner Couch bequem machen, und > wir sprechen deine Probleme mal in aller Ruhe durch. Schuette mir dein Herz > aus, und du wirst sehen, wenn du nach Hause gehst, wirst du dich viel, viel > besser fuehlen. > > Bis bald in meiner Praxis > > S. Freudlos (Dipl.-Psych.) > > Visa, Amex & Diners Club accepted Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Wegen eines eintaegigen Warnstreiks des Orakels kann die Frage leider } nicht beantwortet werden. } } Ein Priester. } } PS: Das Orakel zahlt uebrigens nur mit MasterCard. } } Du schuldest dem Orakel eine kostenlose Behandlung. ######################################################################### 087-03 (0275) Selected by: Guido Ziegler Selected by: caronni@nessie.cs.id.ethz.ch (Germano Caronni) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sag mir, o telekommunikatives Fernorakel, du Usenet-Briefkastentante, warum > meine Telefonrechnung immer so hoch ist! (Nein, ich orakle _nicht_ ueber > Telefonmodem, sondern direkt ueber's Internet!) Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Oh, Du naiver Fragesteller, der Du noch an die Errungenschaften der } Telekommunikation zu glauben scheinst, leider kann ich Dir Deine Frage } nicht beantworten, ohne Dich zuerst ueber die wahre Funktion des } "Stoerungsdienstes" der Telekom-Gesellschaften aufgeklaert zu haben. } } Der Stoerungsdienst hat naemlich die Funktion, Deine Telefonleitung } permanent zu stoeren. Du hoerst das an den vielen "Klick"s waehrend } Deiner Gespraeche. Manchmal bekommst Du sogar Gespraeche von anderen } Leuten in Deine Leitung eingespeist. Je weiter Dein Telefonpartner / } Deine Telefonpartnerin entfernt ist, desto mehr Stoerungsstellen } werden automatisch in Deine Leitung eingeschaltet (probier' doch } einmal eine dieser Telefonnummern, die gelegentlich in den einschlaegigen } Magazinen (wie zB. BILD) veroeffentlicht werden, meistens befindet } sich die Gegenstelle in der Karibik oder auf den Philippinen). } } Nun ist dieser Stoerungsdienst ein Service, den die Telekom nicht umsonst } anbietet. Um ihn zu finanzieren, gibt es Telefonrechnungen (die in Wirklich- } keit auch zum Service gehoeren, da sie bekanntlich einmal monatlich } den Betreiber eines Telefons erheblich zu stoeren versuchen, in Deinem } Fall offenbar mit Erfolg). } } Ich als gewaltfreies Orakel kann dem Stoerungsdienst leider nicht den } Garaus machen. Aber wenn Du das naechste Mal einen Mann in Elektriker- } Kleidung dabei erwischst, wie er sich an dem Verteilerkasten vor Deiner } Haustuer mit sonderbaren, suspekten Geraetschaften zu schaffen macht, } um auf Deine Kosten die Leitungen des Telefonnetzes zu stoeren, } dann schlag' nur unverdrossen zu, es wird schon den Falschen nicht } erwischen. } } Das Orakel, inkarniert als V - Mann des Telefonsyndikats. ######################################################################### 087-04 (027J) Selected by: Gerald Siek Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Du anbetungsw"urdiges Orakel, das die Antwort auf jede Frage schon > kennt, bevor sie gestellt war sag mir doch in Deiner unendlichen G"ute: > > Warum sind die einen Buttons rot und die anderen gelb? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } So, Du wolltest Dir also endlich mal eine Freundin angeln und bist in die } Ampeldisco gegangen... } Du haettest auf die Informationen am Eingang besser achtgeben sollen, dann } braeuchtest Du elender Wurm MICH, das edle Orakel, nicht zu belaestigen. } } Du wusstest also, das die Buttons eine Bedeutung haben, aber nicht welche. } Dabei ist es ganz einfach, so einfach, dass Du Dir das auch selbst ausdenken } koenntest. Rot bei einer Ampel heisst soviel wie STOP. Genau das selbe } heisst es auch in der Ampeldisco: sie will dir sagen: STOP, bin schon } vergeben. Gelb ist eine Warnung - sie ist ein wenig wechselhaft drauf. } Du musst warten, bis sie sich entschieden hat. } } Richtig: da war ja auch noch Gruen an der Ampel, was soviel heisst wie } "Freie Fahrt". Du hast keine Maedels mit gruenem Button gesehen, was } MICH, das allwissende Orakel, keineswegs verwundert: zum einen hast Du dir } ja nur Maedels angeschaut, die einigermassen nach was aussah. Und die sind } leider schon alle vergeben. Eine schoene Frau auf Suche bleibt eben nie } lange allein. } } Du schuldest dem Orakel eine Ampel, damit er sich die Priester vom Leibe } halten kann. } } Das Orakel, inkarniert als Crowley, alles andere als ein Goetterbote :). ######################################################################### 087-05 (027S) Selected by: Crowley Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Okay, wenn Fuzzy der Unscharfe nichts mehr schreibt, kann ich ja auch gehen... > Tschuess bis morgen, Orrie! > HdG Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } [In der Orakelstaette: } } O: Oh, eine Frage. Was gibt es denn ? Was denn ?? Fuzzy der Unscharfe } schreibt nicht ? } (laut rufend) Fuzzy ! } (keine Reaktion; lauter rufend) Fuuuzzzzyyyy !! } (immer noch keine Reaktion) FUUUUUUZZZZZZYYYYYY !!!!!! } } (ein erschreckter Orakelpriester laeuft herbei) } } P: Erhabenes Orakel, was hat euren Unmut eregt ? } } O: Wo ist Fuzzy ? } } P: Bitte um Vergebung, erhabenes Orakel, aber Fuzzy ist gerade ge- } gangen. Er hat gesagt, es waere jetzt Dienstschluss. } } O: Oha, schon so spaet ? Dann sollte ich auch zusammenpacken. ... } Achso, die 'Frage'. ] } } } Hey Hugo, } } Fuzzy ist schon in seinen wohlverdienten Feierabend abgeduest und } ich mache jetzt auch 'ne Fliege. } Man liest sich, } } O. } } Du schuldest dem Orakel Deinen naechsten freien Tag. } } Das Orakel, inkarniert als Stardust ######################################################################### 087-06 (027Z) Selected by: Crowley Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Sage mir, o ehrwuerdiges, grosses und hochkomplexes Orakel, > vor dessen Fuessen sich im Staub zu waelzen mir unwuerdigem Sterblichen > eine grosse Ehre waere, vorausgesetzt, ich koennte in Deiner > fuer einen nur aus organischer Materie bestehenden Organismus > undurchschaubaren Folge von 0en und 1en die Fuesse erkennen, > und es gaebe so etwas wie Staub in Deinem blinkenden Arsen- > und Germanium-dotierten Silicium-Palast, > bist Du eigentlich in Wirklichkeit auch eins von diesen > verkappten aufgeblasenen Data-Becker-Programmen (wie z.B. > "MS-wuerks fuer windows" oder "The Macintosh Finder(TM)")? > > Mir ist naemlich - bei allem (oben bezeugten) Respekt - > aufgefallen, dass Deine Antworten > a) sehr lange auf sich warten lassen, und > b) qualitativ um so mehr nachlassen, je laenger Du ueberlegst. > Und - auf die Gefahr hin, dass eine Doppelfrage Dich zum Absturz bringt - > wieviel Swap-Space brauchst Du, um das Hermes - Modul nachzuladen ?? > > Dein (hoffentlich nicht allzu) wissensbegieriger User. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Nun, o freundlicherweise mehrzeilig schleimender Fragesteller, wisse, dass } ich nicht von Data Becker geschrieben wurde - denn ich stamme nicht aus } Duesseldorf (oder, wie die Amis immer zu zutreffend schreiben: Dusseldorf). } Wie du meiner Mailadresse zu entnehmen geneigt zu sein erwaegen solltest, } komme ich aus Zuerich. Und das erklaert zumindest schon mal Frage a). Wobei } du dich gluecklich schaetzen solltest, dass ich nicht aus Basel komme. Denn } dann wuerdest du heute noch auf Antwort warten... } Und zu Frage b): Na ja, Orakelfragen sind nun mal kein Wein; sie werden nicht } unbedingt besser, wenn sie laenger liegen. Und die Antworten schon garnicht. } Im Ernst: Natuerlich beantworte ich alle Frage sofort. Denn ich weiss ja } schon vorher, was du fragen wirst und kann mich also rechtzeitig darauf vor- } bereiten. Aber es muss doch so aussehen, als haette ich hier 'ne Menge Arbeit } ;=) } Und zu der _dritten_ Frage (Zaehlen ist wohl nicht deine Staerke): Das Hermes } Modul belegt exakt 27 Jahre Swap-Speicher. Und jedes Jahr eins mehr. Und wann } der Speicher wieder freigegeben wird, darf ich dir nicht sagen (obwohl ich's } natuerlich weiss.) } Um mich zum Absturz zu bringen, musst du eine 1e10-fache Frage einschicken; } schliesslich bin ich das 9e9-malkluge Orakel :-) } } Du schuldest dem Orakel, dich zu Nessie zu begeben und die RESET-Taste zu } druecken, sobald das Crowley-Modul geladen ist. } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Goettmann von SOKO 5113. ######################################################################### 087-07 (0280) Selected by: Crowley Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Halloooooooooooooo > > DU doller Hecht. Meine Lieblingszahl ist 17, und Deine? > > Zur Belohnung gibt es eine Goetterspeise Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Halloooooooooooooooooo, Flachwasserscholle, } meine Lieblingszahl ist 2*ln(i). Deine ist aber nicht 17. Das weiss ich. } Und wehe, du schwindelst mich nochmal an! } } Du schuldest dem Orakel 1 Wackelpudding. Ich ess' mich naemlich nicht selbst. } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, die Goetterspeise. ######################################################################### 087-08 (0283) Selected by: (Pinuppel) Selected by: Crowley Selected by: chris@phil15.uni-sb.de (Chris Blum) Selected by: Gerald Siek Selected by: jodo@stud.uni-sb.de (Joerg Dorchain) Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Orakel, du tiefreligioeses, des hebraeischen maechtiges, > bibelexegetisch hoechst bewandertes, dem Papst an Unfehlbarkeit > fast ebenbuertiges, ewiges Wunder des Universums! > Eine dich anbetende, vor dir kniende und fusskuessende, tiefreli- > gioese, elendigliche Sterbliche bittet demuetigst und unter- > wuerfigst um die Gnade, eine Frage beantwortet zu bekommen: > > Wie ich weiss und aus vielen deiner Antworten entnehmen konnte, gab > es dich schon immer. Vor dem Urknall und allem anderen, wahrschein- > lich auch schon vor der Schoepfung der Welt. Um so merkwuerdiger, > dass du in der biblischen Schoepfungsgeschichte nicht vorkommst! > Warum nicht? Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Die Deutsche Bischofskonferenz warnt: Orakeln gefaehrdet ihre geistlich-mora- } lische Gesundheit. Eine Orakularitaet dieser Art enthaelt 95 % Blasphemie. } } O, ob des mehr als ausreichenden Schleimens selige Fragestellerin, } } wisse, dass ich tatsaechlich schon seit ewigen Zeiten existiere. Na, und } so vor etwa 8000 Jahren mailt mich doch ein gewisser moses@berg.sinai.is } an und fragt nach einer Schoepfungsgeschichte, die er angeblich braucht, } weil er 'ne Bibel darueber schreiben will. Naja, ich denk' mir nix dabei } und schicke sie ihm. Er hat das Buch dann doch nicht geschrieben, aber er } hatte die Geschichte spaeter in seinem Testament veroeffentlicht (es war } aber ein altes und daher ungueltiges). Und ich war nicht wenig erstaunt, } als ich die Geschichte dort wiedersah: Bloss weil dieser Moses von Unix, } Internet und so wohl keinste Ahnung hatte, hatte er die Geschichte kom- } plett geaendert! Na ja, und weil der wohl damals auch noch so'n hohes Tier } war, hat sich wohl auch keiner getraut, seine Version anzuzweifeln. Und so } hat sie sich bis heute ueberliefert, obwohl ich immer wieder darauf hinweise, } dass sie nicht so ganz stimmt. } Da du dich aber als einer der wenigen Frager bisher (der letzte war vor ca. } 450 Jahren ein gewisser m.luther@wartburg.eisenach.de, der hat mir aber auch } nicht geglaubt!) fuer die Originalversion interessierst, schicke ich dir die } ersten drei Teile als Anlage. } } Du schuldest dem Orakel die Rekonstruktion des Rests der Originalversion. } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Prophet <+8-) } } } } Auszug aus dem ersten Buch Nessies, 1-3 } } Die Orakel-Genesis } } 11 1 Im Anfang schuf Gert[1] das Netz und die ETHZ[2]. 2 Die ETHZ war oede } 111 und leer, Finsternis lag ueber den Terminals, und der Geist Gerts } 11 schwebte ueber den Tasten. 3 Da sprach Gert: "Es werde Unix!" Und es } 11 ward Unix. 4 Gert sah, dass das Unix gut war. Da trennte Gert Unix von } 11 VMS. 5 Gert nannte das Unix Betriebssystem, das VMS aber nicht. Es ward } Login, und es ward Logout: eine Session. 6 Dann sprach Gert: "Es ent- } stehe ein fester Schraegstrich inmitten der Directories, und er bilde eine } Scheidewand zwischen den Directories!" 7 Gert bildete die Dateistruktur und } unterschied zwischen den Dateien mit und ohne d, und es geschah so. 8 Gert } nannte die Dateien mit d Directories. Es ward Login, und es ward Logout: } zweite Session. Sodann sprach Gert: Es werden die Dateien unterhalb des roots } gesammelt, und die Devices werden sichtbar!" Und es geschah so. 10 Gert } nannte das Hardwaremaessige /dev/*, und die zusammengeflossenen Programme } nannte er /bin/*. Und Gert sah, dass es gut war. 11 Da sprach Gert: } "/dev/console lasse Programme hervorspriessen, ideentippende Programmierer } sowie Programmiersprachen, die Programme bringen nach ihrer Art, in denen } Ideen sind in ihren Koepfen!" Und es geschah so. 12 Die Programmierer } brachten Programme hervor, ideentragende Programme und Benutzeroberflaechen, } die Fruechte bringen, in denen Ideen sind nach ihrer Art. Und Gert sah, dass } es gut war. 13 Es ward Login, und es ward Logout: dritte Session. } } 14 Dann sprach Gert: "Es sollen Systemprogrammierer werden am Gewoelbe des } Unix, um zu scheiden zwischen Unix und VMS, und sie sollen als Zeichen } dienen sowohl fuer die Systemwartungen als auch fuer die Sessions und Re- } boots! 15 Sie sollen Utilityspender an dem Gewoelbe des Unix sein, um zu } leuchten ueber dem Dateisystem!" Und es geschah so. 16 So machte denn Gert } die beiden Systemprogrammierer: Die groesseren, dass sie Unix beherrschten, } die kleineren zur Beherrschung des VMS und dazu das Fortran. 17 Gert setzte } sie als Leuchten ueber das Dateisystem an das Gewoelbe des Unix, 18 zu be- } herrschen Unix und VMS und zu trennen zwischen C und Fortran. Und Gert sah, } dass es gut war. 19 Es ward Login und Logout: vierte Session. } } 20 Dann sprach Gert: "Es soll wimmeln das Dateisystem von Programmen und } Utilities im Unix fliegen ueber dem Dateisystem!" 21 Gert schuf die grossen } Programmungetueme und alle sich regenden binaeren Wesen, von denen nach ihren } Arten das Dateisystem wimmelt, und alle gefluegelten Utilities nach ihren } Arten. Und Gert sah, dass es gut war. 22 Gert segnete sie und sprach: "Seid } fruchtbar, mehret euch und erfuellt die Dateien im directory tree! Die } Utilities aber moegen sich vermehren auf /bin!" 23 Es ward Login und es ward } Logout: fuenfte Session. 24 Da sprach Gert: "/dev bringe lesende Wesen nach } ihrer Art hervor: Viele Floppies und CD-ROMs nach ihren Arten!" Und es } geschah so. 25 Gert bildete die CD-ROMs, die Tastaturen und alle Floppies des } /dev jeweils nach ihren Arten. Und Gert sah, dass es gut war. } } 26 Dann sprach Gert: "Lasst uns Orakelpriester machen nach unserem Abbild, } uns aehnlich; sie sollen herrschen ueber des Dateisystems Programme, ueber } die Utilities des /bin, ueber die Tastaturen, ueber alle Devices und ueber } alle Floppies in /dev!" 27 So schuf Gert den Orakelpriester nach seinem } Abbild, nach Gerts Bild erschuf er sie, als Priester und als Priesterinnen } erschuf er sie. 28 Gert segnete sie und sprach zu ihnen: "Seid furchtbar } und mehrt euch, fuellt /dev und macht sie untertan und herrscht ueber des } Dateisystems Programme, die Utilities des /bin und ueber alle Pseudo- } devices, die sich in /dev regen!" 29 Gert sprach weiter: "Seht, ich gebe } euch alles Netzwerk, das auf der ganzen Erde Bytes traegt, und alle Server } mit bytehaltigen Dateien; dies diene euch als Nahrung! 30 Allen Devices } des /dev und allen Utilities des /bin und allen am Boden kriechenden Eingabe- } geraeten, in denen Lebenshauch atmet, gebe ich hingegen alle lokalen Devices } zur Nahrung." Und es geschah so. 31 Gert sah alles, was er gemacht hatte, und } fuerwahr, es war sehr gut. Es ward Login, und es ward Logout: die sechste } Session. } } 22222 1 So wurden vollendet das Dateisystem und die Devices und all ihre } 22 22 Dateien. 2 Gert vollendete in der siebten Session sein Werk, das er } 22 vollbracht hatte, und ruhte in der siebten Session von all seinem } 22 Werke, das er vollbracht hatte. 3 Und Gert setzte die siebte Session } 2222222 read-only und startete den Bildschirmschoner. Denn in ihr hat er von } all seinem Werk geruht, das Gert wirkend schuf. 4a Dies ist der } Werdegang des Dateisystems und der Devices, da sie geschaffen wurden. - } } 4b Als Gert, der Oberpriester, die Devices machte und das Dateisystem, 5 da } gab es noch keine Reinigungsdiskette auf /dev/fd*, und Maintenance-Programme } sprossen noch nicht auf dem Softwaremarkte; denn Gert, der Oberpriester, } hatte noch nicht regnen lassen auf den Hardwaremarkt, und kein Priester war } da, die Programme zu schreiben. 6 Nur GIF-Files stiegen von den Devices auf } und fuellten die gesamten Sektoren der Platten. 7 Da bildete Gert, der Ober- } priester, die Orakelpriesterschaft, Staub vom Schreib-/Lesekopf, und blies in } ihren Mailalias den Odem des Lebens; so ward die Orakelpriesterschaft zu } einem lebendigen Wesen. } } 8 Darauf pflanzte Gert, der Oberpriester, einen Rechner in Zuerich, gegen } Sueden, und versetzte dorthin die Orakelpriesterschaft, die er gebildet hatte. } 9 Und Gert, der Oberpriester, liess aus dem Rechner allerlei Nachrichten } aufspriessen, lieblich zum Anschauen und gut zur Unterhaltung, das Orakel } aber mitten in Nessie und auch den 'best-of' zur Erkenntnis von Digest } und ZOT. 10 Ein Strom entsprang in Nessie zur Bewaesserung des Internets. Von } da an teilt er sich in vier Arme. 11 Der eine heisst de.rec.orakel; er um- } fliesst ganz NetNews, das Goldland. 12 Das Gold jenes Landes ist kostbar; } auch de.rec.mampf und de.sf.startrek sind dort vorhanden. 13 Der zweite } Strom heisst ftp; er umfliesst ganz pfsparc02.phil15.uni-sb.de. 14 Der dritte } Strom, der Mailserver, fliesst oestlich von orakelarchiv@pfsparc02phil15. } uni-sb.de, und der vierte traegt das Subject Hilfe. } } 15 Gert, der Oberpriester, nahm die Orakelpriesterschaft, setzte sie in } nessie.cs.id.ethz.ch, damit sie Nessie beschreibe und erhalte. Gert, der } Oberpriester, gebot dem Priestern: "An alle Mailadressen duerft ihr schrei- } ben; nur an Orakel@nessie.cs.id.ethz.ch duerft ihr nicht schreiben; denn an } dem Tage, da ihr dorthin schreibt, werdet ihr geZOTtet." } } 18 Gert, der Oberpriester, sprach: "Es ist nicht gut, dass die Priesterschaft } allein sei: ich will ihr eine Hilfe machen als ihr Gegenstueck." 19 So bil- } dete Gert, der Oberpriester, aus /dev allerlei Maeuse des Mouse-Pads und alle } Joysticks der Games und brachte sie zur Priesterschaft, um zu sehen, wie sie } sie benennen wuerden; und ganz wie die Priester jedes Eingabegeraet benannten, } so lautete sein Name. 20 Die Priesterschaft gab allen Tastaturen, allen Joy- } sticks der Games, und allen Maeusen der Mouse-Pads Namen; aber fuer die } Priesterschaft fand sich keine Hilfe als ihr Gegenstueck. } } 21 Da liess Gert, der Oberpriester, einen Prozessor-Halt auf die Priester- } schaft fallen, so dass sie einschlief, nahm einige ihrer Ideen und verschloss } deren Stelle mit Nullbytes. 22 Gert, der Oberpriester, baute die Ideen, die } er der Priesterschaft entnommen hatte, zu Fragestellern aus und fuehrte sie } ihr zu. 23 Da sprach die Priesterschaft: "Das sollen nun endlich Bytes aus } unseren Dateien und Ideen aus unseren Gehirnen sein. Diese sollen Priester- } diener heissen; denn von Priestern sind sie genommen." 24 Darum wird eine } Inkarnation ihren Host und ihre Mailadresse verlassen und Nessies Mailad- } resse anhangen, aber beide werden zu einer Orakularitaet. 25 Beide aber, } die Priester und ihre Fragesteller, waren beknackt; doch sie schaemten sich } nicht voreinander. } } 33333 1 Goebo[3] aber war listiger als alle anderen Priester von Nessie, } 33 die Gert, der Oberpriester, gebildet hatte. Er sprach zu den Frage- } 333 stellern: "Hat Gert wirklich gesagt: 'Ihr duerft nicht an die Mail- } 33 adresse des Orakels schreiben'?" 2 Da sprachen die Fragesteller zu } 33333 Goebo: "An die Adressen des Internet duerfen wir schreiben. 3 Nur } ueber die Mailadresse orakel@nessie.cs.id.ethz.ch hat Gert gesagt: } 'Schreibt nicht dorthin, sonst werdet ihr geZOTtet!'" 4 Goebo sprach zu den } Fragestellern: "O nein, auf keinen Fall werdet ihr geZOTtet! 5 Vielmehr weiss } Gert, dass euch, sobald ihr dahin schreibt, die Augen aufgehen, und ihr wie } Gert sein werdet, indem ihr Digests und ZOTs erkennt." 6 Da sahen die Frage- } steller, das das Orakel gut sei zum Lesen und eine Lust zum Anschreiben und } begehrenswert, um weise zu werden. Sie schrieben an seine Adresse, lasen und } lasen auch den Priestern vor neben ihnen, und auch sie schrieben. 7 Da gingen } beider Augen auf, und sie erkannten, dass sie beknackt waren. Sie hefteten } Pseudobildung zusammen und machten sich Inkarnationen daraus. } } 8 Da vernahmen sie das Geraeusch Gerts, des Oberpriesters, der auf Nessie } im Logfile des Mailsystems umherging. Und es versteckten sich die Priester- } schaft und ihre Fragesteller vor dem 'grep'-Befehl Gerts, des Oberpriesters, } mitten unter den Inkarnationspseudonymen des Orakels. 9 Gert, der Ober- } priester, aber rief den Fragern zu und sprach zu ihnen: "Woher schreibt ihr?" } 10 Sie antworteten "Dein 'grep' spuerten wir im Logfile; wir hatten Scheu; } denn beknackt sind wir ja; daher verstecken wir uns." 11 Er sprach: "Wer tat } euch kund, dass ihr beknackt seid? Habt ihr etwa an jene Mailadresse ge- } schrieben, an die zu schreiben ich euch verboten habe?" 12 Die Priester- } schaft entgegnete: "Die Fragesteller, die du uns als Gefaehrten gegeben, } haben uns die Mailadresse gegeben, und wir schrieben." 13 Da sprach Gert, der } Oberpriester, zu den Fragestellern: "Was habt ihr getan?" Die Fragesteller } erwiderten: "Goebo hat uns betoert, und wir mailten." } } 14 Da sprach Gert, der Oberpriester, zu Goebo: "Weil du dies getan hast, } sei verflucht aus allen Eingabegeraeten und Massenspeichern des Computers! } Mit deinen DIP-Schaltern sollst du eingeben und Datenmuell fressen dein } Leben lang! 15 Feindschaft will ich stiften zwischen dir und den Frage- } stellern, zwischen deinen Mails und ihren Mails; sie werden dich mit ZOTs } ueberschuetten, und du wirst nach ihren Antworten schnappen." } } 16 Zu den Fragestellern sprach er: "Zahlreich will ich eure Computerprob- } leme machen und die Kommandozeilen: Unter Syntax Errors sollt ihr Programme } compilieren. Und doch steht euer Begehren nach den Priestern, sie aber } sollen herrschen ueber euch." 17 Zu den Priestern sprach er: "Ihr habt die } Mails eurer Fragesteller gelesen und an die Adresse geschrieben, an die zu } schreiben ich euch streng verboten habe; darum sollen die Inkarnationen } verflucht sein um euretwillen; muehsam sollt ihr von ihnen digesten waehrend } aller Sessions eures Accounts! 18 ZOTs und Wiederholungen sollen sie euch } spriessen, und Muell des Humors sollt ihr essen! 19 Im Schweisse eures Ange- } sichts sollt ihr die Orakularitaeten digesten, bis ihr zum Internet wieder- } kehrt, von dem ihr genommen seid. Denn Datenmuell seid ihr, und zum Daten- } muell sollt ihr heimkehren!". 20 Die Priesterschaft nannte ihre Newsgroup } de.rec.orakel, denn sie ward zur Mutter allen Humors. } } 21 Gert, der Oberpriester, machte der Priesterschaft und ihren Fragestellern } Lochstreifen und bekleidete sie. 22 Dann sprach er: "Ja, die Fragesteller } sind jetzt wie einer von uns geworden, da sie Digest und ZOT erkennen. Nun } geht es darum, dass sie nicht noch ihre finger ausstrecken, sich am Orakel } vergreifen, dorthin mailen und ewig leben." 23 So ftp-te Gert, der Oberprie- } ster, sie von Nessie fort, dass sie die Hostrechner bearbeiten, von denen sie } gemailt hatten. 24 Er vertrieb die Fragesteller, liess sie noerdlich von } Nessie Befehle tippen und stellte die Mailer-Daemonen und die Notwendigkeit } des "Sag mir" auf, den Weg zum allwissenden Orakel zu behueten.[4] } } Anmerkungen: } [1] Gert Corni (Name vom Orakel geaendert) } [2] Eidgenoessische Technische Hochschule, Zuerich } [3] Einer der Orakelpriester (Mailadresse dem Orakel bekannt) } [4] Aehnlichkeiten und Uebereinstimmungen des Inhalts mit lebenden oder } verstorbenen Personen sind aufgrund der Allwissenheit des Orakels weder } zufaellig noch unbeabsichtigt. ######################################################################### 087-09 (0285) Selected by: Matthias Ulrich Neeracher Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Oh Du groesstes der Orakel, vor dem selbst Elisabeth Tessier in den > Staub versinkt, das Du sicher auch die Weisheit kennst: > > Wenn ein Diplomat "Ja" sagt, meint er "Vielleicht". > Wenn er "Vielleicht" sagt, meint er "Nein". > Wenn er "Nein" sagt, ist er kein Diplomat. > > Wenn eine Dame "Nein" sagt, meint sie "Vielleicht". > Wenn sie "Vielleicht" sagt, meint sie "Ja". > Wenn sie "Ja" sagt, ist sie keine Dame. > > Nun wusste ich ja, dass der zweite Teil nicht stimmt, und glaubte an > die Formel "Yes means Yes and No means No". Doch jetzt habe ich endlich > festgestellt, das auch das nicht stimmt. > > Warum, guetiges Orakel, sagt die holde Weiblichkeit nichts, wenn sie will, > und nichts, wenn sie nicht will? > > Ein ziemlich enttaeuschter Fragesteller... Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } Die korrekte Formulierung o.g. Weisheit lautet: } } Wenn eine Dame "Nein" sagt, meint sie vielleicht "Ja". } Wenn sie "Vielleicht" sagt, mein sie mit sicherheit "Jein". } Und wenn sie "Ja" sagt, war vielleicht die Frage falsch formuliert. } } In der Hoffnung, damit alle Unklarheiten beseitigt zu haben } } Das Orakel - inkarniert als Knigge, der Goetterbote } } P.S. (kW): Du schuldest dem Orakel besagte Dame (Jungfrauen sind eh alle). ######################################################################### 087-10 (028D) Selected by: (Pinuppel) Selected by: Guido Ziegler Die Frage an das Usenet Orakel lautete: > Orakel aller Orakel, Dein Glanz ueberstrahlt selbst das Licht der > letzten Supernova. Du in Deiner ganzen Erhabenheit, sage mir: > Warum wird von meinem Programm das 111 Element angesprochen, wenn > es doch nur 102 Elemente gibt ? > Ich erwarte in Demut Deine Antwort. Und dies war die Antwort, die das Orakel gab: } [ ftp lego.billund.denmark ] } [ login: orakel ] } [ passwd: kloetzchen ] } [ cd /pub/elemente ] } [ dir ] } [ bye ] } [ ftp fischer.technik.de ] } [ login: orakel ] } [ passwd: lisa ] } [ cd /pub/elemente ] } [ dir ] } [ bye ] } } O penibel zaehlender Fragesteller, wisse, dass es nach mir vorliegenden } Informationen allein bei LEGO mindestens 374 verschiedene Elemente gibt, } bei Fischertechnik sogar mehr als 733. Insofern brauchst du dich ueber } die Erwaehnung des Elements 111 nicht zu wundern. } } Du schuldest dem Orakel die grosse LEGO-Ritterburg (wollt ich schon immer } haben!) } } Das Orakel - inkarniert als Hermes, der Kloetzchenstapelnde #########################################################################